Feuilleton > Blattkritik >
| 25. Juni 2012 14:28 | 71 Kommentare
Drucken

Der Oldenburger Torsten Klieser wollte am vergangenen Samstag keine Gratis-Bild-Zeitung in seinem Briefkasten haben. Dem Großbuchstaben-Tsunami aus dem Springer-Verlag zum 60. Geburtstag des Boulevardblatts hoffte Klieser durch Widerspruch zu entgehen. Wer etwa über die Protestorganisation Campact Springer die Lieferung der Gratis-Bild untersagt hatte, die mit Hilfe der Deutschen Post an alle deutschen Haushalte verteilt werden sollte, bekam stattdessen einen roten Umschlag mit der Zusicherung des Verlages, keine Umsonst-Zeitung zu bekommen und die für die Beachtung des Widerspruchs gespeicherte Adresse umgehend zu löschen. Klieser gehörte zu den circa 238.000, die widersprochen hatten. Er bekam den roten Brief – und die Gratis-Bild trotzdem. Er schrieb uns: “Leider wurde ich – trotz der im Briefe erwähnten Sicherstellung, dass ich kein Exemplar erhalten werde – aber nicht davon verschont, dieses Boulevardblatt neben dem Roten Brief in meinem Briefkasten vorfinden zu müssen.” Da er selbst “die händische Kontamination dieser Dreckspresse auch nicht ausschließen konnte, entschloss ich mich mit Freunden zur öffentlichen Verbrennung dieses Exemplars des Boulevardblattes an zentraler Stelle des Hafenkopfes in Oldenburg”. Er wolle uns “an der Freude der öffentlichen Verbrennung teilhaben” lassen und schickte uns “ein paar Fotos dieser Verbrennung von Dreck zu Dreck”. Hier sind seine Bilder.

Bild anzünden. FOTO: Torsten Klieser

Bild anzünden. FOTO: Torsten Klieser

Bild in Flammen. FOTO: Torsten Klieser

Bild in Flammen. FOTO: Torsten Klieser

"Dreck zu Dreck". FOTO: Torsten Klieser

"Dreck zu Dreck". FOTO: Torsten Klieser

Campact sammelt solche und ähnliche Erfahrungen. Wer sie mitteilen möchte, folge diesem Link.

avatar

Machte seine ersten journalistischen Erfahrungen bei der Nordwest-Zeitung, aber das ist lange her. Lebt seit 2005 wieder in Oldenburg. Für die taz berichtete er über Oldenburg und den Nordwesten, schreibt ansonsten für überregionale Magazine und ist an der Oldenburger Uni Lehrbeauftragter für „Journalistisches Schreiben“. Ist momentan bei der sonntaz, der Wochenendbeilage der taz.

71 Kommentare

  • Ich bitte ausdrücklich, schmeißt diesen Betrag und alle weiteren Leserbriefe raus.
    6 x Astrid 3 x Redaktion und der schöngeistig auch mitempörende Modick reichen wirklich. Und jetzt PU zum dritten.
    Macht bitte mit 50 Schluß und schmeißt diesen als ersten raus und alle anderen auch.
    Behaltet Euch vor in Zukunft ab 30 zu schließen

  • avatar Mario Forkel

    Auch wenn die Diskussion hier offensichtlich sehr hitzig geführt wird und übers Ziel hinauschießt…50 Kommentare in so kurzer Zeit sprechen m. E. eine deutliche Sprache. Nur selten schlagen die Artikel des Lokalteils solche Wellen.
    Und das hat eben doch sehrwohl mit der Art der Berichterstattung zu tun.

    Zunächst muss einfach klargestellt werden, dass es bei der “Bild” (so sehr ich sie auch hasse) trotzallem nur um ein Boulevardblatt handelt.Was heißt das?
    Das bedeutet, dass es sich um ein Medienprodukt handelt, dass auf zugespitzte Weise menschliche Schicksale behandelt, Stimmungen einfängt, Urinstinkte wie Rachsucht, Gier und Angst anspricht. (Wie übrigens so manch andere Zeitschriften auch.) Damit soll vorallendingen eines erreicht werden. Nämlich Auflage, möglichst viele Exemplare verkaufen.Bei der “Bild” von einem faschistoiden Blatt zu reden ist daher nicht nur falsch sondern auch verklärt.

    Lese ich mir aber den Bericht des Lokalteils dazu durch, fallen da Worte wie “Kontamination”, “öffentliche Verbrennung”, “Dreck zu Dreck” usw. Es sind zwar nicht die Worte der Redaktion oder des Autors, aber sie stehen eben unreflektiert dort.
    Ich persönlich find es ziemlich geschmacklos und ob es nun beabsichtigt ist oder nicht, solche Wortfelder evozieren eben bestimmte Assoziationen (siehe Anzahl der Kommentare).Und selbst wenn einem die vergangenen 60 Jahre Geschichte mit dem dazugehörigen Gefühl für Rhetorik und Verwendung der Sprache komplett an einem vorbeigegangen ist, darf man sich nicht wundern, wenn da ungute Gefühle bei vielen Lesern hochkommen.

    Vielleicht kann man versöhnlich sagen: “Dies ist ein Artikel in bester “Bild”-Manier”

    Aber was soll’s, wenn die Redaktion so gut wie kein Geld für die größtenteils gute Arbeit bekommt, muss man wohl auch ein Auge zudrücken können. Aber ein bißchen Demut vor den vielen Lesern wäre in dem Fall schon mal angebracht.

  • Hmmm, ich bin etwas irritiert über diese für Oldenburger emotionale Diskussion (?).
    Als Hinzugezogener habe ich so viel Aufregung im kühlen Norden bisher noch nicht erlebt oder sind wir etwa alle Hinzugezogene?
    Die Vergleiche mit Bücherverbrennungen der Nazis machen mich jedoch sprachlos. Sie beleidigen nicht nur den gesunden Menschenverstand, sonder auch alle verfolgten Menschen des 3. Reiches. Wenn konfiszierte (Zwang!) Bücher verbrannt und Journalisten & Schriftsteller verfolgt werden, so kann man dies doch in keinster Weise mit einer Aktion in Beziehung setzen, bei der jemand, dem eine Zeitung wider Willen aufgedrängt wurde (!), eine Art Happening veranstaltet. Oder habe ich den Sachverhalt falsch verstanden? Klar, wenn ich wie bei der Bild nur die Überschrift lese …..

    P.S. ich gestehe die NWZ manchmal zur Befeuerung des Ofens genutzt zu haben und auch den Boden der Biotonne (bitte nicht weitersagen) zierte so manches Exemplar

  • An Redaktion:
    Aber das Naziwort von der “semitischen Schriftkultur” entspricht Ihren Regeln und einer zivilen Diskussionskultur??????????

    Anmerkung der Redaktion: Wie bereits gesagt – es geht um persönliche Beleidigungen. Punkt.

  • Ich denke auch, dass es vielen Lesern hier nicht um eine Gesamtkritik am Lokalteil geht. Dafür hat der Lokalteil in seiner noch jungen, einjährigen Geschichte bereits viel zu große, positive Spuren in der Oldenburger Medienlandschaft hinterlassen. Dafür gebührt ihm in meinen Augen große Anerkennung! Vielmehr steht hier dann allein der obige Artikel im Fokus der Kritik. Allerdings ist diese Kritik dann wohl nicht so einfach wegzuwischen, da sie schon von recht grundsätzlicher Natur ist.

    Und nur um hier dem einen oder anderen Kommentar nochmal ein wenig Substanz entgegenzusetzen, zitiere ich mal aus der Präambel des Deutschen Pressekodexes in derzeit geltender Fassung:

    “Die publizistischen Grundsätze konkretisieren die Berufsethik der Presse. Sie umfasst die Pflicht, im Rahmen der Verfassung und der verfassungskonformen Gesetze das Ansehen der Presse zu wahren und für die Freiheit der Presse einzustehen.”
    (http://www.presserat.info/inhalt/der-pressekodex/pressekodex.html)

    • @ MLJ, Astrid u.a. Ihr unterliegt hier einem grundsätzlichem Missverständnis: Der Mann, der die Bild-Zeitung abgefackelt hat, kann die Pressefreiheit gar nicht einschränken oder, wie es in einem anderen Kommentar heißt, preisgeben. Es sei denn, er würde putschen, das Kanzleramt entern, das Grundgesetz außer Kraft setzen und damit die Meinungsfreiheit abschaffen. Die Pressefreiheit ist ein grundgesetzlich verbrieftes Schutzrecht vor Eingriffen des Staates auf eine freie Presse, sie schützt also vor Zensur, stattet Journalisten mit einem Zeugnisverweigerungsrecht aus, verhindert staatlich gelenkte Ausbildungswege in den Journalismus etc.

      Unser Bericht über diese Aktion ist folglich auch keine Einschränkung sondern Ausdruck der Pressefreiheit, denn auch wir sind nicht der Staat, auch wir können (und wollen) die Grundrechte nicht außer Kraft setzen, aber wir dürfen über alles berichten, was wir interessant oder berichtenswert finden. Wie gut, dass das so ist!

      Und genau das haben wir getan: Wir haben über die Verbrennung einer Bild-Zeitung berichtet. Mehr war da nicht. Wir sehen auch nicht, inwiefern wir durch diesen Bericht oder die Überschrift diese Aktion goutieren. “Burn, Gratis-Bild, burn!” ist zugespitzt in eine Zeile gebracht das, was da passiert ist. Außerdem ist es eine Reminiszenz an ein sehr bekanntes Musikstück. Auch da sollte man nicht zu viel hinein interpretieren. Wir haben an keiner Stelle dazu aufgefordert, es dem Mann gleichzutun, wir haben an keiner Stelle gejubelt oder ihn für diese Sache belobigt. Wir selbst wären nie auf die Idee gekommen, eine Bild zu verbrennen, denn das würde ja bedeuten, die Asche auch noch beseitigen zu müssen. Viel zu aufwändig. Viel eleganter war es, die Zustellung der Gratis-Bild durch einen Zettel am Briefkasten zu verhindern, ganz simpel.

      Wir verwehren uns aber gegen Anwürfe, wir würden durch diesen Bericht die Bücherverbrennungen der Nazis verharmlosen oder Assoziationen an Hexenverbrennungen hervorrufen. Vor allem der Vergleich dieser Bild-Zündelei zu den Bücherverbrennungen ist der maximal hinkende Vergleich in dieser Sache, den man sich vorstellen kann. Wer so redet, wird den Opfern damals nicht gerecht. Damals war es der Staat, der veranlasst hat, die Werke verfolgter Schriftsteller zu verbrennen. Hier ist es ein Mann, der eine Bild anzündet. Das ist ein fundamentaler Unterschied. Und, speziell an “Astrid” gerichtet, die vermutet, der Lokalteil würde hier demnächst “Statements oder Aktionen der NPD präsentieren”: Schau’ Dir unsere Berichterstattung über die NPD und Ihren Ratsherrn an, dann weißt Du, das das Unsinn ist.

  • avatar D. Oeltjen

    @ Torsten Franken Sie verstehen es nicht: Da hat einer eine Bild verbrannt. Der Oldenburger Lokalteil, der den Blick auf viele Themen lenkt, die anderswo hochgejubelt oder ignoriert werden, hat darüber berichtet. Mit einer, finde ich, witzigen Überschrift, die weder Zustimmung noch Ablehnung ausdrückt, also im besten Sinne völlig neutral ist. Und jetzt kommen ein paar Leute und ziehen den irrsinnigen Vergleich zur Bücherverbrennung der Nazis. Da kann ich nur den Kopf schütteln.

  • avatar Torsten Franken

    D. Oeltjen, es geht hier nicht um unqualifiziertes Nörgeln und auch nicht darum, die Arbeit des Lokalteils grundsätzlich in Zweifel zu ziehen, sondern um einen konkrete Angelegenheit, in der nach Ansicht vieler Leser ein Fehler gemacht wurde. Und nochmals: In der gewählten Überschrift macht sich der LT sehr wohl gemein mit dieser Sache. Das kann man auch mit flapsigen Kommentaren à la “Kommt mal runter” oder “Geht aufs Klo” nicht wegdiskutieren.

  • avatar D. Oeltjen

    Liebe Lokalteil-Redaktion, lasst Euch von den notorischen Nörglern, die hier auch noch reflexhaft ihr durcheinander geratenes Geschichtsbild durch die Gegend kläffen, nicht kirre machen. Ihr seid eine echte Bereicherung für die Presselandschaft hier, und dazu gehört es auch, mal auf so eine symbolhafte Aktion hinzuweisen. Ich sehe nicht, wo Ihr Euch damit gemein macht oder das bejubelt, was einer da gemacht habt. Also: Weiter so! Und die Nörgler gehen jetzt mal aufs Klo.

  • Ich hoffe ernsthaft, daß hier bald mal die Admins eingreifen.

  • ….ich glaube Astrid hat ihren Namen falsch geschrieben…[Dieser Teil verstößt gegen unsere Diskussionsregeln und wurde daher gelöscht. Die Redaktion]…

    Anm. der Redaktion: Keine Beleidigungen!

  • avatar bangemacher

    ui…kommentar nr. 40 schon. ich wünschte mir, die wikrlich guten themen beim lokalteil würden mal so kommentiert werden. es ist ziemlich ermüdend, diese nonsens-diskussion zu verfolgen. den beitrag von windieh puh finde ich in der hinsicht allerdings erhellend.

  • avatar Windieh Puh

    Liebe Astrid, trinken Sie doch bitte mal eine schöne Tasse Ostfriesentee und lesen Sie sich Ihren letzten Kommentar nochmal in Ruhe durch.

    Sie freuen sich da über den “wohltuend sachlichen Beitrag” eines anderen Kommentators und beklagen noch im selben Satz, dass dieser “hier aber wohl bei manchen auf taube Ohren stoßen wird”.
    Und wie geht es dann anschließend sofort wieder bei Ihnen weiter? “bodenlose Dummheit”, “delirierender Beitrag”, “faselt”, “Vokabular von Goebbels, dessen geistiges Kind” jemand anderes hier Ihrer Meinung nach ist… sind Sie taub?

    Kennen Sie den Spruch mit den Steinen und dem Glashaus? Oder den mit der eigenen Tür, vor der man kehren soll? Nein? Habe ich mir gedacht.

    Ganz unabhängig davon, wie man nun zu der Verbrennaktion steht: Ihr Herumgepolter hier nervt wirklich extrem, und vermutlich nicht nur mich. Suchen Sie sich doch bitte, bitte, BITTE ein anderes Hobby – zumindest aber eine andere Plattform, auf der Sie Ihren offenbar grenzenlosen Frust abladen können. Hier möchte, das behaupte ich jetzt einfach mal, niemand mehr Ihre Beleidigungen lesen. Danke.

  • avatar Jonathan Blum

    Astrid Wendehals. Heißen Sie so mit Nachnamen? Wenn nicht, schade. Würde passen.

  • Schließe mich Carstens Meinung an und danke MLJ für ihren wohltuend sachlichen Beitrag, der hier aber wohl bei manchen auf taube Ohren stoßen wird. Es ist erschreckend, mit welchem Hass einige “argumentieren”, aber auch mit welcher bodenlosen Dummheit. Da empfiehlt beispielsweise ausgerechnet ein Anonymus in einem delirierenden Beitrag die Überprüfung des Bildungsstands und faselt im gleichen Atemzug von “semitischen Schriftwerken”. Das ist [Dieser Teil verstößt gegen unsere Diskussionsregeln und wurde daher gelöscht. Die Redaktion]. Der Lokalteil hat hier Geister gerufen, die er nun nicht mehr los wird. Eine Schande.

    Anm. der Redaktion: Liebe Astrid, gerne darf hier kontrovers gestritten werden, aber deine Ausdrucksweise widerspricht nicht nur unseren Vorstellungen von einer zivilisierten Diskussionskultur, sondern vor allem auch unseren Regeln – nachzulesen im Impressum. Betrachte dies als gelbe Karte; solltest du weiterhin mit Beleidigungen und Beschimpfungen um dich werfen, behalten wir uns vor, sie kommentarlos ganz oder in Teilen zu löschen.

  • Seitdem man im Netz jeden Artikel kommentieren kann und dadurch sichtbar wird, wie manche Leute denken und wieviel Hass/Dummheit/Eitelkeit sie in sich tragen, hab ich ehrlich gesagt ein bisschen Angst. Dass die Presse sich zunehmend daran orientiert und diese Klientel mit “Artikeln” über “Aktionen” bedient, kann man ihr ja kaum übel nehmen. Die Journalisten müssen ja denken, die Leute sind so. Sind sie vielleicht auch. Hilfe!

  • Es geht zumindest mir in dieser Diskussion gar nicht um direkte historische Parallelen zu Bücherverbrennungen. Mit brennenden Druckerzeugnissen mag man das zwar als erstes assoziieren, aber es geht vorliegend vielmehr um die Lehren aus solchen historischen Erfahrungen. Diese haben sich nämlich insbesondere in dem manifestiert, was wir heute als Grundrechte auf Presse- und auf Meinungsfreiheit kennen.

    Daher ist es auch unerheblich, ob eine “Boulevardzeitung” oder eine “Qualitätszeitung” von dieser Aktion betroffen war. Die Pressefreiheit schützt alle diese Erzeugnisse freilich unbesehen ihrer “Qualität” und grundsätzlich auch unbesehen ihrer Inhalte zunächst gleichermaßen – und das aus gutem Grund! Im Übrigen findet hier – mein lieber Punk – sehrwohl und zurecht eine Gleichsetzung von periodischen Druckerzeugnissen wie Zeitungen mit Büchern statt. Denn auch hier gilt: Es gibt grundsätzlich keine Differenzierung in der “Schutzwürdigkeit”, die daran festzumachen wäre, ob nun ein Zeitungsbogen oder eine Buchseite aus einer Druckerpresse (“Pressefreiheit”) kommt.

    Persönlich mag man die besagte Aktion ja gut finden. Es mag wahrscheinlich auch genügend Gründe geben, wieso man die BILD nicht gerade toll finden muss. Das ist hier aber auch gar nicht die Frage: Auf einem privaten Blog kann man sicherlich seine Freude über diese und ähnliche Aktionen kundtun. Das ist aber dann etwas anderes als hier passiert ist. Denn der Oldenburger Lokalteil ist eben – nach Eigen- und Fremdwahrnehmung – kein privates Blog, sondern ein journalistisch-redaktionelles Medium. Ein solches Medium unterliegt gewissen Standards. Diese Standards sind hier nach Ansicht einiger Kommentatoren verletzt worden.

    Was mir vorhin auffiel: Der Artikel ist hier unter der Rubrik “Blattkritik” erschienen…

  • avatar Petra Merkle

    @ Punk: Stil ist nicht das Ende vom Besen und Niveau ist auch keine Creme.

  • Liebe Punk und Anaonymus Wie schön ist es doch einfach loszuholzen auch gegen gegen Schönschreiber wie Modick.
    Aber im Gegensat zur Anarchie der Ordnung ohne
    Herrschaft, die sich von uns unten den Menschen begründen würden, ist der parlamentarische Kapitalismus ein kompliziertes Gespinst aus Intressengegensätzen manipuliert von geistigem Ekelgewürge wie Bild und regionalen Meinungsmonopolen wie NWZ/HunteR/SonntagsB die geschickt den eingelullten Mainstream bedienen. Hier was zu verbrennen dort was einzuschmeißen oder abzutreten, bringt einigen kurz ein Hochgefühl, insgesamt aber eher Gegenreaktionen und Reduzierung von Freiräumen. Nur eine solidarische Entwickung von uns unten bringt etwas, wenn wir sie denn ernst nehmen.

  • Jui jui, diese undifferenzierten und teilweise überaus dümmlichen Kommentare … BILD-Lobbyisten, NWZ-Leser oder deren getarnte Schreiberlinge und andere Rechtspopulisten lassen scheinbar nichts unkommentiert hier … na, denn hat diese Aktion ja wenigsten seinen Sinn erfüllt und die Richtigen (bzw. Rechten) provoziert! … HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

    Es ist schon sehr peinlich, EINE (renommierte) bzw. DIE Tageszeitung mit einem derartigen Boulevard zu vergleichen, welches sich aufgrund des nicht vorhandenen Wahrheitsgehaltes nicht „ZEITUNG“ nennen darf, im absolutem Gegensatz zur z.B. erwähnten taz. Grotesker und absolut undifferenziert wird es diese BILD überhaupt mit BÜCHERN im ALLGEMEINEN in Verbindung zu bringen und zu vergleichen – von INHALTEN ist hier ja ohnehin nicht die Rede! Wenn dann außerdem noch viele Kommentare nicht vor einer Gleichsetzung der Verbrennung von missliebigen (jüd., marx.) BÜCHERN DURCH Rassisten bzw. Nazis mit einer Verbrennung eines RASSISTENBLATTES zurückschrecken, ist das einfach WIDERWÄRTIG! – denn diese Verdrehung ist schlimmer als jegliche Verharmlosung!

    Und ebenso als krankhaft und vollkommen abstrus kann man den Vergleich der HEXENVERBRENNUNGEN nur nennen: vielleicht ist Einigen das Inhalieren der BILD zu stark zu Kopfe gestiegen … diese sollten mal über Verbote für OSTERFEUER irgendwo rum schwadronieren, denn ein verbrannte „Scheiterhaufen“ regt ja vielleicht einige Fantasien im braunen Hinterstübchen …

    Geschweige nochmals von 1933 zu schwafeln … verkehrte Welt! … und übrigens: die Begrifflichkeit von „LINKSFASCHISTEN“ kann jeder auf einschlägigen Naziseiten von DIESEN scheißefarbenden Hirnen nachlesen …

    Abschließend sei erwähnt, dass dies auf jeden eine eher witzige und gute Aktion war – wenn auch provokant – deren Überbewertung einzig und allein von den Kommentatoren ausgeht … scheinbar geprägt von Rechtspopulisten, BILD-Lobbysten und anderen Hirnverbrannten, die dieses Medium hierzu gut und gerne missbrauchen! Danke den Initiatoren! Danke den Journalisten!

    PS: übrigens schön zu lesen, dass bei dem „anonymous“-Kommentar nur der Name zu bemängeln sei, denn bis zur Bemängelung des Inhalts dieses Kommentars reicht es wohl kaum – ist ja auch einer der wenigen vernünftigen Kommentare! Insofern ist bei „Petra“ das „dümmlich“ sehr trefflich geäußert – wohl bemerkt beim Blick in den eigenen Spiegel!

  • Astrid: “Diese Debatte hat zumindest ein Gutes, weil sie zeigt, nach welchem Kochrezept der Lokalteil hier gearbeitet hat:”

    Jaaa, der diabolische Lokalteil hat hier wieder einmal alle Strippen gezogen! Die ganz ganz große, perfide Verschwörung!

    Next level in bad commenting achieved!

  • avatar Jonathan Blum

    Die Überschrift ist eine eindeutige Anlehnung an eine Zeile aus dem Lied “Fire Water Burn” von der Bloodhound Gang. So habe ich sie zumindest interpretiert. Zur weiteren Interpretation: Im Lied wird das Hauptwörterkonstrukt “Gratis-BILD” durch “Motherfucker” ersetzt, bzw. im Titel umgekehrt. Go figure.

  • @ anonymous: Was sind denn “semitische Schriftwerke”?

  • @ Astrid und ein paar andere: Kommt mal runter. Ihr macht doch euren Kachelofen auch mit der NWZ oder anderen Druckerzeugnissen an. Von 33 nichts gelernt? Fragt ihr euch das dann auch? Diese Protestaktion mit dem Nazi-Terror gegen SchriftstellerInnen zu vergleichen, ist infam, sonst nichts. Wenn du die Berichte im Lokalteil über den NPD-Menschen kennen würdest, würdest du hier nicht so einen Unfug verbreiten.

  • Diese Debatte hat zumindest ein Gutes, weil sie zeigt, nach welchem Kochrezept der Lokalteil hier gearbeitet hat: Man gebe einer dubiosen Aktion, die irgendwo zwischen Strohdummheit und Volksverhetzung angesiedelt ist, eine Plattform, enthalte sich jeden Kommentars, gebe dem Affen aber mit einer infamen und raffinierten Überschrift Zucker. Wenn es dann Widerspruch von Seiten der Leser hagelt, wasche man seine Hände in Unschuld (“alles nur Fakten”). Lassen die Leser nicht locker, beschimpfe man sie auch noch dafür, dass sie in die Überschrift genau das hinein interpretieren, was von der Redaktion beabsichtigt war. Und worauf will das hinaus? Offensichtlich auf Krawall. Als Nächstes bekommen wir dann wohl unter dem Motto “alles Fakten” ein paar Statements oder Aktionen der NPD präsentiert. Kurz: Der Lokalteil operiert mit eben der Methode des Schmierenjournalismus, den er angeblich bekämpft.

  • *Popcorn hol*

    Troll on, Trolls, troll on!

    Für den Fall, dass hier alles ausdiskutiert ist (z.B. ob die Lokalteilredaktion die Bild toll findet oder nicht), schlage ich folgende Themen vor:

    - Viele Radfahrer fahren auf der falschen Straßenseite.
    - Deutschlandfahnen für’s Auto.
    - diese eine Seite im Netz wo es gegen Hunde geht
    - etc.pp.

  • avatar Petra Merkle

    In der dritten Zeile fehlt hinter Anonymous ein “zeigen,”.

  • avatar Petra Merkle

    Habe die Meldung mit Entsetzen gelesen, viele Kommentare mit Verwunderung. Aber es ist schön, dass Beiträge wie der von Anonymous das Vorurteile sich gelegentlich bestätigen: Die dümmlichsten und polemschisten Beiträge in Kommentaren kommen immer von Leute, die nicht mal den Arsch in der Hose haben, sich namentlich dazu zu bekennen.

  • Hahaha!

    sehr unterhaltsam, was dieser Artikel für Sinnfreie Kommentare ins Leben ruft…
    Jeder der die Verbrennung der BILD mit dem dritten Reich vergleicht, sollte seinen Bildungsstand überprüfen oder hat augenscheinlich Interresse daran, die NS Verbrechen zu Verharmlosen; muss man wirklich so weit gehen und gegenwärtige Schundblätter mit den damals verfolgten poltischen und semitischen Schriftwerken vergleichen? – Nein nun wirklich nicht.

    Also zieht euch einfach den Stock aus dem Rektum wegen dieser gewollt provokanten Verbrennung.
    Durch das Investieren euer Zeit und Erregen von Gemütern ist genau das Eingetrenen was scheinbar erreicht werden sollte ^^

  • @Torsten Franken: +1

    Der Lokalteil hat die Aktion mindestens mit der Überschrift eindeutig goutiert.

    Und auch wenn die Überschrift nicht so eindeutig wäre, würde gerade von einem Medium, was sich sonst immer wieder gern für die Einhaltung journalistischer Standards bei Dritten einsetzt, zu erwarten sein, dass eine Berichterstattung – wenn sie denn schon über solch ein Thema stattfindet – nicht so erschreckend unkritisch bleibt. Reizvolle und interessante (medien-)journalistische Ansätze gibt es doch zu dem Thema mehr als genug. Fehlt es an einer solchen inhaltlichen Auseinandersetzung, die ja gerade vornehme Aufgabe des Journalismus ist, so kommt man doch recht schnell zu dem Schluss, dass die Redaktion des Lokalteils die Verbrennungsaktion wie gesagt mindestens insgeheim gutheißt.

    Ferner muss man sich in dem Kontext als Redaktion dann auch die Frage gefallen lassen, wo ansonsten der journalistische (Nachrichten-)Wert einer solchen Einsendung von Bild und Text gelegen haben soll, wenn nicht in der kritischen Auseinandersetzung.

  • avatar Torsten Franken

    Ach nein, ihr Leute von der Redaktion. Das ist mir einfach viel zu belanglos, um euch da auch noch zuzuarbeiten.
    Und zur Frage der Überschrift: Da steht übersetzt “Brenne, Gratis-BILD, brenne!” Da muss man nichts hinein interpretieren, das ist schon eindeutig genug. Sagt doch einfach, sorry, war’n unbedachter Griff ins Klo, un fertig ist die Laube.

  • @ britta m: Nein, natürlich machen die Leute, über die wir schreiben, nicht die Überschriften über die Artikel, in denen es um sie geht. Man muss ja nicht jede Reminiszenz verstehen, aber deshalb auch noch lange nicht irgendetwas hinein interpretieren.

    @ Astrid: Wir haben keine Informationspflicht, wir fanden es lediglich interessant. Wir haben auch nichts dazu erfunden.

    @ Torsten Franken: Haben Sie Bilder davon? Schicken Sie uns die gerne, gerne auch mit ein paar zitierfähigen O-Tönen dazu. Andere haben ihren Vogelkäfig mit der Gratis-Bild ausgelegt. Wir könnten eine kleine Serie machen: Dinge, für die man eine Bild-Zeitung sinnvoll einsetzen kann. ;-)

  • avatar Torsten Franken

    Ich mag den Lokalteil. Eigentlich. Bei einer solchen Sache frage ich mich aber schon, was euch da geritten hat. Auch ich habe den roten Umschlag von Springer bekommen und trotzdem eine BILD-Ausgabe. Die habe ich zum Auslegen meiner Biotonne genutzt und Grünabfälle drauf gekippt. Na und? Wäre euch das nicht eine Meldung wert? Im Klartext: Die Verbrennaktion ist dumm. Darüber zu berichten ist bescheuert.

  • Danke, britta m, Sie haben Recht. Wenn der Lokalteil “bei den Fakten” geblieben wäre, hätte er nicht so aufgemacht. Reißerische Überschrift und kommentarlos übernommene Fotos gehen eindeutig in die Richtung, dass die Redaktion diese Aktion zumindest billigt. Wenn der Lokalteil jetzt so tut, als sei er lediglich seiner Informationspflicht nachgekommen, ist das feige und heuchlerisch. Niemand ist verpflichtet, die BILD zu kaufen oder zu lesen, aber wir sind alle dazu verpflichtet, Meinungsfreiheit zu schützen und uns von solchen Hetztaktionen zu distanzieren. Auch der Lokalteil.

  • @ Redaktion: Hat der Verbrenner auch die Überschrift “Burn, Gratis-BILD, burn!” verfasst?

  • @alle: Es scheint da bei einigen ein Missverständnis zu geben: Nicht wir haben eine Bild-Zeitung verbrannt, wir berichten nur über eine solche Aktion am Wochenende. Wir feiern auch nichts ab, sondern lassen lediglich den Initiator zu Wort kommen. Gerne kann hier über den Sinn und Unsinn einer solchen Aktion diskutiert werden, aber man sollte schon bei den Fakten bleiben.

    Und es ist ein Riesenunterschied, ob ein Gewaltregime die Schriften missliebiger, unterdrückter und verfolgter Autoren verbrennt oder ob ein Bürger eine Zeitung anzündet, die er eklig findet und nicht haben wollte.

    Ach, und @astrid: Wenn die Bild ein Exemplar des Lokalteils verbrennen würde, wären wir sehr gern dabei – das möchten wir sehen.

    Gruß, die Redaktion

  • ajajajajajajajaj….nun übetreibts der mob hier aber. die ironie ist ja wohl fester bestandteil dieses artikels, und, mein gott, worüber regt man sich hier eigentlich auf? spendet doch lieber mal was für den lokalteil als hier rumzumotzen. wer von journalistischem ethos spricht, sollte sich auch klar sein, dass ein jorunalist auch von irgendwas leben muss. wer 5 euro spendet, werfe den ersten stein! phhff.

  • Hier ist der Lokalteil eindeutig über das Ziel hinausgeschossen. Journalistischer Ethos muss anders aussehen. Die Pressefreiheit kann man nicht einerseits (übermäßig?) hochhalten wollen und sie andererseits mit solch unwürdigen Mitteln nach eigenem Belieben und anhand eines subjektiven Werteschemas der puren Missachtung preisgeben: “Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.” (Evelyn Beatrice Hall). Diese Doppelmoral stimmt traurig, sehr traurig.

  • Hm, reicht nicht zum Aufreger, finde ich.

  • Ist mir auch zu heftig:-(

    Mit einer alten Zeitung kann man genug andere Dinge tun. Kartoffelschalen aufsammeln, Papierhütchen zum Streichen basteln oder sie schlicht ignorieren.
    Wenn keiner mehr Geld für das kostenpflichtige Original zahlt, dann ist das der richtige Weg.

  • avatar Klaus Modick

    An Felix Zimmermann:
    Ich bin der Letzte, der für die BILD eine Lanze brechen würde, aber was Sie sich in Ihrem Beitrag “Burn, Gratis-BILD, burn” leisten, ist ein klassischer und krasser Fall von Linksfaschismus. Ich weiß nicht, ob Sie etwas mit Rosa Luxemburgs bekanntem Satz anfangen können, dass Freiheit auch immer die Freiheit des Andersdenkenden sein müsse, aber gerade im Journalismus müsste dieser Satz in Ehren gehalten und ernst genommen werden. Man kann und muss die BILD kritisieren, aber mit zivilen und demokratischen Mitteln der Pressefreiheit.
    Allein schon mit der infamen Überschrift “Burn …” schüren Sie jedoch Assoziationen zu Hexenverbrennungen und appellieren an niedrigste Instinkte, und dass unsereinem dann auch unverzüglich die entsetzlichen Bilder der Bücherverbrennungen der Nazis ins Gedächtnis kommen, ist unvermeidlich. Offenbar legen Sie es aber auch genau darauf an. Ich finde das schändlich und beschämend. Dergleichen hätte sich nicht einmal die BILD erlaubt. Falls Sie noch einen Rest journalistischen Ehrgefühls verspüren sollten, kann ich Ihnen nur raten, sich von dieser Aktion und insbesondere dem Triumphgeheul (“Burn!”), mit dem sie diese begleiten, zu distanzieren.

  • Unglaublich.
    Wenn überhaupt lässt sich über die Veröffentlichung von Handeln Dritter diskutieren.
    Letztlich ist das Handlen jedoch ein starkes Stück, den eigenen Namen dafür herzugeben und dann alles noch an die große Glocke zu hängen ist unglaublich erschreckend.
    Ich möchte mit vielen Kommentatoren anschließen und wäre gespannt welchen Aufschrei es bei anderen Media gegeben hätte. Zu welch anderen der Akteur noch fähig ist oder gewesen wäre…
    Schade Mensch.

  • Wenn die BILD ein Exemplar beispielsweise der taz oder des Lokalteils verbrennen würde, gäbe es hier einen kollektiven Aufschrei.

  • Leute, die sich Journalisten nennen, finden sowas gut? Unfassbar!

  • Eine solch alberne Aktion spätpubertäre Zündelei vor einem brisanten Hintergrund. Auch wenn Astrid wieder mal übertreibt.
    Die Bild zu einem traurigen Jubiläum, denn seitdem entscheiden sich jeden Tag Millionen für dies geistige Ekelgewürge, in einen neutralen Umschlag in den nächsten Briefkasten mit dem Vermerk: Gebühr zahlt Empfänger, würde in Massen gestartet, die Poststelle von Springer ernsthaft vor Probleme stellen.

  • avatar Robert Rogiurès

    Das könnt Ihr doch nicht ernst meinen. Wie kann man nur die Bücherverbrennungen im dritten Reich mit so einer Aktion gleichsetzen? Empfehle nochmal den Blick in ein beliebiges Geschichtsbuch (nein, nicht Facebook).

  • Man kann viel gegen die BILD haben und sagen, aber ein Autodafé? Und der Lokalteil feiert das auch noch? Ich bin entsetzt. NICHTS gelernt aus 1933! Eine Schande.

  • @ Robert: Stimmt trotzdem, was Frankfreak meint.
    @ Miachal: Offensichtlich ja nicht.

  • avatar Robert Rogiurès

    Juhu, Nazikeule schon im ersten Kommentar!

  • @Frankfreak Ja genau, die Bildleser, das sind ja bekanntlich die, die ggf. diese Neigung zur Bücherverbrennung am heftigsten in sich spüren.

  • avatar Frankfreak

    Und demnächst vielleicht Bücher? … kopfschüttel, kopfschüttel …

Neueste Artikel:

  • Presseschau Presseschau 23. September: Dennis Rohdes Sieg, kampfbereite Hausbesetzer und ein toter Hafen

    Presseschau 23. September: Dennis Rohdes Sieg, kampfbereite Hausbesetzer und ein toter Hafen

    Dennis Rohde hat im Wahlkreis Oldenburg-Ammerland das Direktmandat geholt, berichtet die NWZ und meldet Diabolo/Mox. Bei der Auszählung sei es spannend geworden – nachdem viele kleine Wahlkreise ausgezählt worden waren, lag Rohde wohl deutlich vorn, dann konnte die CDU mit Stephan Albani noch einmal aufholen. Am Ende siegte Rohde mit der SPD mit 1016 Stimmen Vorsprung und 37,41 Prozent der Stimmen. Das Bundesergebnis spiegelt sich auch in Oldenburg: So verloren die Liberalen als auch die...

    Weiterlesen →
  • Bundestagswahl Politik Rohde, Albani und Meiwald im Bundestag

    Rohde, Albani und Meiwald im Bundestag

    Mit 1.016 Stimmen Vorsprung zieht Dennis Rohde (SPD) direkt in den Bundestag ein. Stephan Albani (CDU) ist über die Landesliste seiner Partei erfolgreich, auch für Peter Meiwald (Grüne) reichte es am Ende. Genossen mit Grund zur Freude: SPD-MdL Ulf Prange (r.) beglückwünscht Dennis Rohde zum Einzug in den Bundestag. BILD: tm Es waren die Ergebnisse aus der Gemeinde Edewecht, die den Wahlabend für Dennis Rohde zur Zitterpartei machten. Doch um kurz nach 21 Uhr war klar: Dem 27-jährigen Wiefelsteder...

    Weiterlesen →
  • Bundestagswahl Politik Kreuz und quer

    Kreuz und quer

    Soll ich wählen? Wenn ja, wo? Und wen überhaupt? Antworten in letzter Minute gibt’s im Lokalteil-Wahlservice Die wichtige Stimme. Und die noch wichtigere Stimme. BILD: Stadt Oldenburg Sich selbst überzeugen Ja, Sie sollten hingehen. Wenn Sie es nicht tun, können Sie die nächsten vier Jahre nicht mitschimpfen, wenn in geselliger Runde die große Politik verflucht wird. Außerdem stärken Sie rechtsextremistische Parteien, denn deren Klientel kommt garantiert ins Wahllokal. Selbst wenn Sie...

    Weiterlesen →
  • Fundbüro Fundbüro: gute Arbeit

    Fundbüro: gute Arbeit

    Ja, der Teaser (oder auch “Anrisstext”). Er baut eine Brücke zwischen Überschrift und Fließtext, führt den Leser ein und lässt ihn interessiert weiterlesen; kurz: Er ist ist unverzichtbar für einen schönen und vollständigen Artikel. Aber manchmal passieren auch lustige Fehler, etwa, wenn im Teaser ein Sachverhalt so knapp präsentiert wird, dass sich der Zusammenhang zwischen zwei Informationen nicht ganz erschließt. Ein schönes Beispiel dafür ist die Meldung der NWZ “Wahlbenachrichtigungen...

    Weiterlesen →
  • Presseschau Presseschau 20. September: Ein Jahr Jade-Weser-Port, Schlossturmsanierung und drei alte Damen

    Presseschau 20. September: Ein Jahr Jade-Weser-Port, Schlossturmsanierung und drei alte Damen

    Am Samstag wird der Jade-Weser-Port ein Jahr alt. Dies ist Grund für den NDR, eine Zwischenbilanz zu ziehen, die nicht sehr positiv ausfällt: “Ein Jahr nach seiner Eröffnung dürfte sich der einzige Tiefwasserhafen Deutschlands immer noch recht einsam fühlen, nur 134 Mal legten Schiffe an”, schreibt der NDR. Nur zehn Prozent des erwarteten Gesamtumschlages seien tatsächlich in diesem ersten Jahr umgeschlagen worden; aber ein  “besseres Marketing und finanzielle Anreize”...

    Weiterlesen →
  • Dino's Vorspiel Warmlaufen mit Dino: VfB Oldenburg – VfL Wolfsburg II

    Warmlaufen mit Dino: VfB Oldenburg – VfL Wolfsburg II

    Mit der zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg bekommt der VfB am Sonntag einen ganz harten Brocken vorgesetzt. Die Nachwuchsmannschaft des Bundesligisten ist jedenfalls der am meisten genannte Tipp, wenn es um die Meisterschaft 2013/14 in der RL Nord geht. Und die Meisterschaft und der Aufstieg in die 3. Liga sind auch die erklärten sportlichen Ziele beim VfL Wolfsburg. Das war schon in der abgelaufenen Saison so, in der man im Kampf um die Meisterschaft allerdings vorzeitig die Segel streichen musste;...

    Weiterlesen →
  • Presseschau Presseschau 19. September: Hausräumung, Steinbrücks Auftritt und ein VfL-Sieg

    Presseschau 19. September: Hausräumung, Steinbrücks Auftritt und ein VfL-Sieg

    Am vergangenen Mittwoch wurde das besetzte Haus am Theaterwall geräumt, berichtet die NWZ. Hausbesitzer Peter Thomas wolle das Haus für die Sanierung vorbereiten; zudem habe die Stadt verfügt, dass das Haus “winterfest” zu  machen sei. Nach Aussagen der Hausbesetzer vom Verein “Haus Friedensbruch” gebe es jedoch keine rechtlichen Grundlagen für diese Räumung (die der Lokalteil übrigens auch dokumentiert hat). Thomas hatte das Haus zuvor schon an Bauunternehmer Lambert...

    Weiterlesen →
  • Sport Stadtleben Hit & Run

    Hit & Run

    Manchmal spielen Leute, die Baseballcaps tragen, tatsächlich auch Baseball. Etwa die Oldenburg Hornets. Allerdings stechen die Hornissen derzeit nicht allzu oft. Pock! Der saß. FOTO: mno Hat der Runner der Hornets nun die erste Base berührt oder nicht? Der Schiedsrichter glaubt: Nein. Und schickt ihn vom Feld. Ein Zuschauer klärt den Unparteiischen freundlich auf, dass das normalerweise ja anders gehandhabt würde. Später, als erneut eine unklare Situation eintritt, fragt der Umpire, wie der...

    Weiterlesen →
  • Stadtleben Winterfest

    Winterfest

    Am Mittwoch Vormittag wurde das bisher besetzte Haus Friedensbruch durch eine Abbruchfirma geräumt. Der Eigentümer, Peter Thomas, hat von der Stadt die Auflage bekommen, das Gebäude bis zum Winter zu sanieren. Fenster wurden entfernt, in einem Raum sogar der Fußboden. Auch seien persönliche Gegenstände eines Bewohners herausgebracht worden, wie eine Unterstützerin des Hauses gegenüber oeins äußerte. Vor dem Haus mussten ebenso einige Büsche weichen. Ein paar Eindrücke aus den Überresten...

    Weiterlesen →
  • Presseschau Presseschau 18. September: Zuschauerrekord beim Filmfest, Uri Avnerys Geburtstag und ein EWE-Beteiligungsmodell

    Presseschau 18. September: Zuschauerrekord beim Filmfest, Uri Avnerys Geburtstag und ein EWE-Beteiligungsmodell

    Das zurückliegende Oldenburger Filmfest kann einen Zuschauerrekord verzeichnen, schreibt der Hunte-Report. So hätten die gezeigten Filme insgesamt 15.000 Zuschauer gehabt, so viele wie nie zuvor. Zudem seien die Festivalveranstalter um Torsten Neumann sehr zufrieden mit den Örtlichkeiten, in denen die Vorführungen stattfanden: “Das Casablanca und das Staatsheater sind perfekte Plätze für das Filmfest”, wird Neumann zitiert. Das Strom- und Gasnetz im Landkreis Cloppenburg gliedert...

    Weiterlesen →
  • Cartoon Oldenburg-Cartoon: Grauzone

    Oldenburg-Cartoon: Grauzone

    Car­toon von Han­nes Mercker aus der Serie “Car­toons über Olden­burg”. An die­ser Stelle gibt es jeden Mitt­woch ein neues Werk im Lokal­teil. Zum Vergrößern bitte anklicken.  

    Weiterlesen →
  • Presseschau Presseschau 17. September: Windpark Etzhorn, fragwürdige Landesbeauftragte und hipper Grünkohl

    Presseschau 17. September: Windpark Etzhorn, fragwürdige Landesbeauftragte und hipper Grünkohl

    Die Bauarbeiten am Windpark Etzhorn sollen Ende Oktober bzw. Anfang November beginnen, berichtet die NWZ. Trotz einer drohenden Klage des Landkreises Ammerland will der Investor seinen Plan umsetzen; dem Projekt wurde jüngst die immissionsschutzrechtliche Genehmigung der Stadt Oldenburg erteilt. Zuvor hatte es Kritik an den Windparkplänen gegeben, weil das Projekt die Brut- und Rastvögel am Bornhorster See ebenso gefährden könnte wie die “unverbaute Landschaft und ihren Erholungswert”,...

    Weiterlesen →
  • Feuilleton Filmfest-Blues

    Filmfest-Blues

    Mit der Verleihung der German Independence Awards ging am vergangenen Sonntagabend das 20. Filmfest Oldenburg zu Ende. Es bleiben: ein ordentlicher Filmfest-Blues und Kinotipps für die nahe Zukunft. Zum Abschluss wird sogar geweint. Hat nicht gewonnen, ist trotzdem toll: „Die Frau hinter der Wand“ von Grzegorz Muskala. FOTO: Filmfest Oldenburg Vier Tage im Kino gehen schnell vorbei, so viel steht fest. Das gilt jedenfalls dann, wenn ein Festival ein so spannendes, bereicherndes Programm zu...

    Weiterlesen →
  • Presseschau Presseschau 16. September: Spendengelder, Oskar und ein Lob

    Presseschau 16. September: Spendengelder, Oskar und ein Lob

    Beatrix von Storch, geborene Herzogin von Oldenburg und in Funktion als Politikerin derzeit auf Listenplatz 2 der konservativen Partei Alternative für Deutschland (AfD), steht in der Kritik: „Der ‘Welt am Sonntag’ liegen Dokumente, Aussagen und eidesstattliche Versicherungen vor. Sie legen nahe, dass die von Storchs mithilfe von Spendengeldern private Mietrechnungen und Reisen bezahlt haben.“ Die Frage sei außerdem, wo knapp hunderttausend Euro abgeblieben seien, heißt es in der...

    Weiterlesen →
  • Feuilleton Film 20. Filmfest Oldenburg: Filmfieberfortsetzung

    20. Filmfest Oldenburg: Filmfieberfortsetzung

    Für drei Filme durch Oldenburg: Von der Exerzierhalle („Bwakaw“) über die Alte Fleiwa („From Tehran to London“) zum Staatstheater („The Dirties“). Der Festivalfreitag bleibt kontrastreich. Am Ende gibt es wieder einen Amoklauf. Eine weitere Filmreflexion über einen Amoklauf: „The Dirties“ aus Kanada. FOTO: Filmfest Oldenburg „Bwakaw“ 16.30 Uhr, Exerzierhalle: Der Filmfesttag beginnt entspannt, fast kontemplativ. Im philippinischen Film „Bwakaw“ von Jun Robles Lana geht...

    Weiterlesen →
  • Fundbüro Das Fundbüro:  „And here sind the Türme!“

    Das Fundbüro: „And here sind the Türme!“

    Ja, ja, so ganz allmählich kommt der Herbst – um ihn noch ein wenig zurück zu drängen, machen wir uns auf in die Mittagshitze einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Indiana: Oldenburg. Dieser Ort wird im folgenden Filmchen, das in dieser Woche im Fundbüro abgegeben wurde, mit der einer kleinen Filmkamera erkundet, eine ältere Herrenstimme äußert sich dazu in einem kuriosen Amerikanisch-Deutsch-Mischmasch aus dem Off. So erfahren wir, dass das „Dental Office“, dessen grüner Garten gerade...

    Weiterlesen →
  • Feuilleton Film 20. Filmfest Oldenburg: Der Filmmarathon hat begonnen

    20. Filmfest Oldenburg: Der Filmmarathon hat begonnen

    In drei Filmen um die Welt: Von Griechenland („Boy Eating the Bird’s Food“) über Australien („Tage am Strand“) zurück nach Deutschland („Staudamm“). Am ersten regulären Filmfesttag prallen Lebenswelten aufeinander. Ein erstes Highlight ist auch schon dabei. Ein erstes Highlight: “Staudamm” von Thomas Sieben. FOTO: Filmfest Oldenburg „Boy Eating the Bird’s Food“ Jede Gesellschaft bekomme die Revolutionen, die sie verdient, sagte Michail Bakunin einmal. Genau...

    Weiterlesen →
  • Presseschau Presseschau 13. September: Afghanischer Torjubel, Sterne, Faust, und das schwierige WG-Leben

    Presseschau 13. September: Afghanischer Torjubel, Sterne, Faust, und das schwierige WG-Leben

    Gleich zum afghanischen Nationalhelden aufgestiegen ist offenbar der afghanischstämmige Torhüter des VfB Oldenburg, Mansur Faquiryar. Im nepalesischen Kathmandu hielt er bei der Asienmeisterschaft unter anderem zwei Elfmeter gegen Indien und sicherte damit „den Triumph (…), mit dem sich Afghanistan für die Südasienmeisterschaft 2015 in Australien (ist Mitglied des asiatischen Fußballverbandes) qualifiziert hat“, so die NWZ. Auch VfB-Trainer Alexander Nouri ist stolz und wird von dem...

    Weiterlesen →
  • Dino's Vorspiel Sport Warmlaufen mit Dino: BV Cloppenburg – VfB Oldenburg

    Warmlaufen mit Dino: BV Cloppenburg – VfB Oldenburg

    Das Gastspiel des VfB in Cloppenburg findet schon am Freitagabend statt, da der BV Cloppenburg seine Heimspiele vorzugsweise freitags unter Flutlicht austrägt. Der VfB reist mit dem Rückenwind eines zumindest in dieser Höhe nicht erwarteten 5:2-Siegs über den TSV Havelse zum Bezirksderby; der BVC hatte knapp zwei Wochen lang Zeit, den bisher ziemlich verunglückten Start in die Saison 2013/14 aufzuarbeiten. Da man das eigentlich für das letzte Wochenende angesetzte Spiel gegen Eintracht Braunschweig...

    Weiterlesen →
  • Feuilleton Film “Oh won’t you stay…

    “Oh won’t you stay…

    …just a little bit longer“: Gestern wurde also das 20. Internationale Filmfest Oldenburg eröffnet. Bis zum kommenden Sonntag bereitet Oldenburg nun wieder unabhängiger Filmkunst aus Deutschland und aller Welt eine Bühne. Der Lokalteil wird täglich von der Jubiläumsauflage des Filmfests berichten. Maria Kwiatkowsky ist während der Dreharbeiten von “Die Erfindung der Liebe” gestorben. FOTO: Filmfest Oldenburg Mit der Film-im-Film-Beziehungsdramödie „Die Erfindung der Liebe“...

    Weiterlesen →
  • Presseschau Presseschau 12. September: Filme, Briefwahl und etwas Handball

    Presseschau 12. September: Filme, Briefwahl und etwas Handball

    Das Filmfest wurde gestern eröffnet und die Überschriften der unterschiedlichen Medien blinken dazu glamourös: “Internationales Filmfest eröffnet”, “Filmfest mit Gala eröffnet”. Noch bis zum 15. September werden beim 20. Jubiläumsfest insgesamt “55 Filme aus mehr als 15 Produktionsländern gezeigt, darunter mehrere Weltpremieren”, wie es etwa beim Focus heißt. Wie Oldenburger Obdachlose per Briefwahl wählen können, erklärt die NWZ: Die Bahnhofsmission...

    Weiterlesen →
  • Bundestagswahl Politik “Auch mal bereit sein, dazuzulernen”

    “Auch mal bereit sein, dazuzulernen”

    Wer macht das Rennen im Wahlkreis 27? Der Lokalteil bittet die Direktkandidaten der Bundestagsparteien zum Gespräch – heute: Peter Meiwald (Grüne) über die Energiewende, Landwirtschaft und vegetarische Mittagessen. Es grünt so grün, wenn Ammerlands Baumschulen blühen. Äh. FOTO: mno Herr Meiwald, heute ist Donnerstag. Was haben Sie denn zu Mittag gegessen? Heute Mittag gab es eigentlich nur Spiegelei mit Brot. Das Ei vom eigenen Huhn. Also war es ein privater Veggie Day. Ich will jetzt...

    Weiterlesen →
  • Presseschau Presseschau 11. September: Oldenburger Humor, unattraktive Wesermarsch und eine medizinische Kooperation

    Presseschau 11. September: Oldenburger Humor, unattraktive Wesermarsch und eine medizinische Kooperation

    Die Stadt wird künftig mit der Uniklinik Dalian in China kooperieren: „Die Zusammenarbeit soll sich auf mehrere Bereiche erstrecken: Medizin, Forschung und Lehre, Krankenhaus-Management“, so die NWZ. Zudem solle später möglicherweise auch eine „Ansiedlung von Firmen im Kreyenbrücker ‘weißen Campus’“ folgen. Für OB Schwandner sei die Unterzeichnung der Verträge in Dalian „der Beweis dafür, dass Oldenburger Mediziner auch international gefragt sind“. „Oldenburg ist...

    Weiterlesen →
  • Cartoon Oldenburg-Cartoon: Ein Schrei

    Oldenburg-Cartoon: Ein Schrei

    Car­toon von Han­nes Mercker aus der Serie “Car­toons über Olden­burg”. An die­ser Stelle gibt es jeden Mitt­woch ein neues Werk im Lokal­teil. Zum Vergrößern bitte anklicken.

    Weiterlesen →
  • Presseschau Presseschau 10. September: Filmfest, Bahnausbau und eine energiegeladene Schiffsreise

    Presseschau 10. September: Filmfest, Bahnausbau und eine energiegeladene Schiffsreise

    So langsam läuft sie wieder an, die alljährliche überregionale Berichterstattung zum Filmfest, in dessen hollywoodeskem Glanze sich die ganze Stadt ab Mittwoch wieder sonnen wird. Unter anderem berichtet der NDR darüber: „Das Filmfest ist der Stadt vorerst erhalten geblieben und am Mittwoch startet es, zum 20. Mal in Oldenburg – mit rotem Teppich, allerlei Prominenz und – das ist Tradition – einem deutschen Film.“ Der Eröffnungsfilm wird „Die Erfindung der Liebe“ heißen,...

    Weiterlesen →
  • Presseschau Presseschau 9. September: Karl Jaspers, einige Wappen und kein Helm

    Presseschau 9. September: Karl Jaspers, einige Wappen und kein Helm

    Am Samstag wurde das Karl-Jaspers-Haus mit einem Vortrag des ehemaligen Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Wolfgang Frühwald, eröffnet; das Haus beherbergt die Privatbibliothek des Oldenburger Philosophen. Frühwald befasste sich in seiner Rede aber weniger mit dessen Werk, sondern gab eine „kenntnisreiche, liebevolle Beschreibung des Menschen Karl Jaspers“ ab, berichtet die NWZ. So seien für Jaspers vor allem seine Erkrankung der Bronchien und Anfeindungen während der Nazizeit...

    Weiterlesen →
  • Bundestagswahl Politik “Das Betreuungsgeld war ein Fehler”

    “Das Betreuungsgeld war ein Fehler”

    Wer macht das Rennen im Wahlkreis 27? Der Lokalteil bittet die Direktkandidaten der Bundestagsparteien zum Gespräch – heute: Christiane Ratjen-Damerau (FDP) über Fachkräftemangel, Zuwanderung und einen Mindestlohn. Christiane Ratjen-Damerau (in einem Innenstadtlokal in der vorvergangenen Woche). FOTO: tm Frau Ratjen-Damerau, warum wurde in dieser Legislaturperiode kein Gesetz gegen Abgeordnetenbestechung verabschiedet? Ist es nicht lächerlich, wenn Deutschland als eines von nur sehr wenigen...

    Weiterlesen →
  • Fundbüro Presseschau Das Fundbüro: So rot, so schwarz

    Das Fundbüro: So rot, so schwarz

    Aah, Südoldenburg. Frisch wabert der Gülledunst über die idyllischen Felder, fröhlich kehren die wohlgenährten Einwohner die Auffahrten zu ihren Hobbithäuschen, die eigentlich ein bisschen zu groß für diese Bezeichnung sind. Wer hier lebt, hat wenig Grund, Änderungen herbeizusehnen – und tatsächlich wird dort, im nordwestlichsten Außenposten des Katholizismus, verlässlich schwarz gewählt, immer schon. Weiß jeder in dieser Gegend. Ebenso, dass es nur wenige Kilometer weiter, im...

    Weiterlesen →
  • Feuilleton Sommerlektüre: Friesen-Mafia (3)

    Sommerlektüre: Friesen-Mafia (3)

    „Kommissar Tammo Poppinga hat zwei Probleme. Zum einen mit der schönen Toten am Deich, zum anderen mit seiner Oldenburger Kollegin Swantje Bilger.“ – Über die Sommerzeit veröffentlicht der Oldenburger Lokalteil Auszüge aus Achim Tackes Dangast-Nordsee-Krimi „Friesen-Mafia“. „An den Scheißdingern kannste nichts mehr selber machen.“ War Ole ´s Antwort. Tammo zog eines der Fotos aus seiner Jacke und hielt es Ole hin. „Kennst Du die Frau?“ Ole schaute nur kurz auf das Bild. „Nie...

    Weiterlesen →
  • Presseschau Presseschau 6. September: Nordfrost-Klage, gestohlenes Gemälde und eine medizinische Fakultät in Bremen

    Presseschau 6. September: Nordfrost-Klage, gestohlenes Gemälde und eine medizinische Fakultät in Bremen

    Das Tiefkühlunternehmen Nordfrost will gegen das Land Niedersachsen klagen, berichtet der NDR. Grund seien die hohen Kosten für ein Firmengrundstück am Jade-Weser-Port und die nach Ansicht der Firma viel zu geringen Umschlagszahlen am Port. Einen Teil ihrer Container muss Nordfrost über Bremerhaven abwickeln. “Wir fühlen uns verschaukelt”, wird Horst Bartels, Geschäftsführer von Nordfrost, beim NDR zitiert. Er bedauere, jemals in Wilhelmshaven investiert zu haben und sehe auch...

    Weiterlesen →
  • Presseschau Presseschau 5. September: FFN vs. Freifeld, Schienenersatzverkehr und 15 Kilometer Kabel

    Presseschau 5. September: FFN vs. Freifeld, Schienenersatzverkehr und 15 Kilometer Kabel

    Das Freifeld-Festival verzichtet nach einer Unterlassungserklärung des Radiosenders FFN auf die Verwendung seines Logos, schreibt unter anderem die NWZ. Der Streitwert der Sache wurde auf 50.000 Euro festgelegt. “Wir hatten keine Wahl, weil wir das Festival nicht gefährden wollen. (…) Wir haben nicht die finanziellen Mittel, um es in einem Rechtsstreit darauf ankommen zu lassen”, wird Mitorganisator Amon Thein von der NWZ zitiert. Mittlerweile hat sich ein regelrechter “Shitstorm”...

    Weiterlesen →
  • Bundestagswahl Politik “Gift im System”

    “Gift im System”

    Wer macht das Rennen im Wahlkreis 27? Der Lokalteil bittet die Direktkandidaten der Bundestagsparteien zum Gespräch – heute: Stephan Albani (CDU) über die Gesundheit, Haussanierungen und die Eignung von Schiebedächern als Türen. Ganz Ohr: Stephan Albani im Hörgarten am Haus des Hörens. FOTO: mno Herr Albani, Sie erben die Direktkandidatur der CDU in diesem Wahlkreis von einem Parteikollegen, der in der Region recht prominent und populär ist, nämlich Thomas Kossendey. Macht das Ihre...

    Weiterlesen →
  • Bundestagswahl Politik Ja – Nein – Weiß nicht

    Ja – Nein – Weiß nicht

    Noch unentschlossen, bei welcher Partei Sie am 22. September Ihr Kreuzchen machen werden? Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung hilft bei der Wahlentscheidung – und sollte er nicht helfen, so macht er immerhin Spaß. Und wer dem Ganzen auch keinen Spaß abgewinnen kann, den versorgt er zumindest mit einem Gesprächsthema für den folgenden Tag. Seit dem Wochenende ist das Tool online, zum vierten Mal zu einer Bundestagswahl – sollten Sie ihn in den Tagen zuvor schon irgendwo...

    Weiterlesen →
  • Presseschau Presseschau 4. September: Munitionsräumung, Lehrerproteste und die Pekolbusse

    Presseschau 4. September: Munitionsräumung, Lehrerproteste und die Pekolbusse

    Offenbar ist nun die Munition geräumt worden, die den Netzanschluss des neuen Windparks Riffgat mit dem Festland bisher verhindert hatte (auch im Lokalteil mehrmals Thema), heißt es in der NWZ. Unter den Altlasten aus den beiden Weltkriegen seien Infanteriepatronen, Artilleriemunition, Sturmgewehre und Grundminen gewesen. Bevor nun aber die Arbeit zur Schließung der Lücke beginnen kann, muss die amtliche Kampfmittelfreigabe erfolgen. “Gut unterrichtete Kreise” rechnen damit, dass...

    Weiterlesen →
  • Feuilleton Kulturtipp: Martin Bengtsson

    Kulturtipp: Martin Bengtsson

    Martin Bengtsson? Ist das nicht dieses schwedische Fußballtalent? Ja, aber das war einmal. Nun macht Bengtsson Musik, romantisch-verträumt, rockig, punkig. Wie er will. Seit 2008 lebt der Ex-Fußballer in Berlin, ließ seine sportliche Karriere hinter sich und ergeht sich seither in musikalischen Spaziergängen, wie zum Beispiel in seinem Video “The Bohemian”: Über die Neuausrichtung seines Lebens hat er bereits ein Buch verfasst, das, wie er selbst, unter anderem auf 11freunde.de...

    Weiterlesen →
  • Cartoon Oldenburg-Cartoon: Mist

    Oldenburg-Cartoon: Mist

    Car­toon von Han­nes Mercker aus der Serie “Car­toons über Olden­burg”. An die­ser Stelle gibt es jeden Mitt­woch ein neues Werk im Lokal­teil. Zum Vergrößern bitte anklicken.

    Weiterlesen →
  • Presseschau Presseschau 3. September: Schadenersatz für Landwirte, mehr Geld für Kitas und ein vermeintliche Wahlblase

    Presseschau 3. September: Schadenersatz für Landwirte, mehr Geld für Kitas und ein vermeintliche Wahlblase

    Nachdem die Fleischbranche wegen schlechter Arbeitsbedingungen vor einigen Wochen stark in die Kritik geraten war (der Lokalteil berichtete), sind die entsprechenden Arbeitgeber der Ernährungsindustrie offensichtlich zu Gesprächen mit der Gewerkschaft NGG über einen tariflichen Mindestlohn bereit, schreibt der Weser-Kurier. Matthias Brümmer, Oldenburger NGG-Gewerkschaftssekretär, hofft, dass die Fleischindustrie nicht nur aufgrund der anstehenden Bundestagswahl Gesprächsbereitschaft zeige,...

    Weiterlesen →
  • Bundestagswahl Politik “Ich kenne auch die sozialen Unwuchten”

    “Ich kenne auch die sozialen Unwuchten”

    Wer macht das Rennen im Wahlkreis 27? Der Lokalteil bittet die Direktkandidaten der Bundestagsparteien zum Gespräch – heute: Dennis Rohde (SPD) über Bahnträume, Gerechtigkeit und Juristen im Bundestag. Das Lächeln sitzt immer noch. FOTO: tm Herr Rohde, wie stellen Sie sich Ihr Leben im Jahr 2053 vor? Wie alt bin ich denn da … 67 Jahre. Ihr Renteneintritt. Ich stelle mir vor, dass ich dann im Ammerland oder in Oldenburg lebe, denn wer einmal die Schönheit dieses Wahlkreises entdeckt,...

    Weiterlesen →
  • Presseschau Presseschau 2. September: fast gleiche Wege, Genossenschaftspläne und Baumängel

    Presseschau 2. September: fast gleiche Wege, Genossenschaftspläne und Baumängel

    Oldenburg und Hannover seien auf fast gleichen Wegen, schreibt die NWZ. Beim Stadtgespräch “Wohnungsbau in Oldenburg. Heute und in Zukunft” ging es um Stadtplanungen in Oldenburg, Hannover und Mannheim. Bei den Zukunftskonzepten bis 2025 gäbe es viele Parallelen zwischen Oldenburg und Hannover: “Beide wollen das Wohnungsangebot stärken, besonders im günstigen Mietpreissegment; beide wollen ihre Stadt erfahrbarer und lebenswerter machen.” Deswegen würden in ihren Planwerken...

    Weiterlesen →
  • In eigener Sache Gesucht: Lokalteil-Anzeigenberater/in

    Gesucht: Lokalteil-Anzeigenberater/in

    Das Team des Onlinemagazins Oldenburger Lokalteil sucht zum nächstmöglichen Termin eine/n fitte/n, motivierte/n und engagierte/n Anzeigenberater/in auf Provisionsbasis. Du gehst gerne auf Menschen zu und verfügst über Verkaufstalent, ein gewinnendes Wesen und ein gepflegtes Äußeres? Du identifizierst dich in hohem Maße mit dem Oldenburger Lokalteil und kannst es nicht abwarten, Anzeigenkunden dessen Vorzüge auseinanderzusetzen? Du arbeitest auch gerne aus dem Home Office heraus? Dann bist...

    Weiterlesen →
  • Stadtleben Die Herren der Heizthermen

    Die Herren der Heizthermen

    Die EWE rudert zurück: Auf die Gaslieferung an 25.000 Privathaushalte, die der Konzern als Eigenverbrauch deklariert hatte, will er nun doch die Konzessionsabgaben nachzahlen. Wärme, nicht zu verwechseln mit der Gasheizung. BILD: Maren Beßler / pixelio.de Nicht ab 2010, wie es zunächst geheißen hatte; auch nicht ab 2006, wie der Konzern noch Anfang der Woche anheim gestellt hat – nein, ab dem Jahr 1999 sollen nunmehr die Konzessionsabgaben rückwirkend geleistet werden, die die EWE bislang...

    Weiterlesen →
  • Fundbüro Fundbüro: Ein Ostfriesenwitz mit 15 Buchstaben

    Fundbüro: Ein Ostfriesenwitz mit 15 Buchstaben

    Ja, das ist bitter. Funkelnigelnagelneu ist der Windpark Riffgat vor der ostfriesischen Küste – nur leider funktioniert die Stromversorgung noch nicht (der Lokalteil berichtete). Henning von extra3 fackelt nicht lange und macht sich auf die Suche nach Diesel, denn dieser wird momentan für die Betriebnahme des Windparks benötigt. Ironie des Schickals oder auch, wie Henning sagt, ein “Ostfriesenwitz mit 15 Buchstaben”. Doch keiner von den Ansässigen will helfen – und der...

    Weiterlesen →
  • Presseschau Presseschau 30. August: klagende Rocker, sanierte Becken und ungeklärte Abwässer

    Presseschau 30. August: klagende Rocker, sanierte Becken und ungeklärte Abwässer

    Der Rockerclub “Red Devils” verklagt den Landkreis Oldenburg. Nach der Aufgabe des Geländes hinter der Kulturetage Ende 2012 hatte der Club ein Gebäude am Sprungweg kurz hinter der Stadtgrenze auf dem Gebiet der Gemeinde Hatten gemietet, schreibt die NWZ. Der Landkreis Oldenburg vertritt die Auffassung, dass es für die geplante Nutzung als Vereinsheim keine Baugenehmigung gebe. Die Rocker reichten dagegen Widerspruch ein, der aber abgelehnt wurde, also rief ihr Anwalt das Verwaltungsgericht...

    Weiterlesen →
  • Bundestagswahl Politik “Es geht um die oberen Zehntausend”

    “Es geht um die oberen Zehntausend”

    Wer macht das Rennen im Wahlkreis 27? Der Lokalteil bittet die Direktkandidaten der Bundestagsparteien zum Gespräch – heute: Martin A. Michels (Die Linke) über Steuerpläne, die Ökobranche und Helmut Kohl. Die Sahra, der Oskar und der Martin. FOTO: mno Herr Michels, die erste Frage, die ich Linken-Politikern stelle, ist eigentlich immer die gleiche: Reallöhne sinken, prekäre Beschäftigungsmodelle sind auf dem Vormarsch, vielen Arbeitnehmern droht Altersarmut. Warum steht die Linke nicht...

    Weiterlesen →
  • Dino's Vorspiel Warmlaufen mit Dino: SV Werder Bremen II – VfB Oldenburg

    Warmlaufen mit Dino: SV Werder Bremen II – VfB Oldenburg

    Zum kommenden Auswärtsspiel, das schon am Sonnabend um 14:00 Uhr stattfindet, hat der VfB diesmal eine nur kurze Anreise, was schon einmal als positiv zu bewerten ist. Ob es hilft, mit zumindest einem Punkt im Gepäck zurückzukommen, wird man sehen. Der Platz 11 des Weserstadions ist ein durchaus heißes Pflaster für die Gastmannschaften. Dass er aber keine uneinnehmbare Festung ist, hat der VfB in der Saison 2012/13 selbst bewiesen. Am 16. Spieltag konnte er in Bremen bekanntlich mit 3:2 (3:1)...

    Weiterlesen →
  • Presseschau Presseschau 29. August: eine Bootsfahrt, eine smarte City und ein Obstbaumgarten

    Presseschau 29. August: eine Bootsfahrt, eine smarte City und ein Obstbaumgarten

    SPD-Bundestagsfraktionschef Franz-Walter Steinmeier sah am Mittwoch zum ersten Mal Oldenburg vom Wasser aus, schreibt die NWZ. Der SPD-Ortsverein Eversten hatte Steinmeier zu einer Börteboot-Fahrt eingeladen, um auf Sorgen und Nöte um den Oldenburger Hafen aufmerksam zu machen. SPD-Fraktionschef Bernd Bischoff  ging dabei dabei auf das geplante Wendebecken unterhalb der Eisenbahnbrücke und die Pläne von Verkehrsminister Peter Ramsauer (CDU) ein, die Hunte und den Küstenkanal zurückzustufen,...

    Weiterlesen →
  • Kurz geguckt Stadtleben Wo ist das? (12)

    Wo ist das? (12)

    Wo hat diese einsame Taube ihren Ausguck? FOTO: cw Eine Runde Mitleid bitte für Manfred. Aber zumindest hat ihn sein „Taubenproblem“ in die Lage versetzt, dieses Fotorätsel korrekt aufzulösen: Die Taubenausgucklaterne befindet sich tatsächlich vor dem südlichen Eingang zur ehemaligen Donnerschwee-Kaserne. In der Rubrik „Kurz geguckt“ veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen Schnappschüsse von bekannten und unbekannten Orten in und um Oldenburg. „Wo ist das?“ –...

    Weiterlesen →
  • Presseschau Presseschau 28. August: ein Plus, eine bessere Wirkung und Schuldzuweisungen

    Presseschau 28. August: ein Plus, eine bessere Wirkung und Schuldzuweisungen

    Die Stadt macht ein Plus von 7,5 Millionen Euro, meldet die NWZ. Geplant sei ein Überschuss von 6 Millionen Euro für das Jahr 2013, doch bis zum Jahresende könnten es 7,5 Millionen werden. Die Ergebnisverbesserung resultiert hauptsächlich daraus, dass das Land der Stadt mehr Kosten im Sozialbereich erstatte. Allerdings würden sich die Gewerbesteuereinnahmen nicht so gut wie erwartet entwickeln. Sie dürften Ende des Jahres fünf Millionen unter der Prognose von 80 Millionen Euro liegen, allerdings...

    Weiterlesen →
  • Cartoon Oldenburg-Cartoon: Der Graf

    Oldenburg-Cartoon: Der Graf

    Car­toon von Han­nes Mercker aus der Serie “Car­toons über Olden­burg”. An die­ser Stelle gibt es jeden Mitt­woch ein neues Werk im Lokal­teil. Zum Vergrößern bitte anklicken.

    Weiterlesen →
  • Presseschau Presseschau 27. August: ein Notruf, ein perfekter Mix und Vorwürfe

    Presseschau 27. August: ein Notruf, ein perfekter Mix und Vorwürfe

    Die Windkraftbranche leidet und setzt einen Notruf ab, meldet die NWZ. 400 Firmen der Offshore-Branche sowie die fünf norddeutschen Bundesländer sähen die Zukunft der Windkraft auf See bedroht, im “Cuxhavener Appell” forderten sie ein schnelles Handeln der Bundesregierung. Es fehle an verlässlichen Rahmenbedingungen und Arbeitsplätze seien in Gefahr, so der Vorsitzende des Oldenburger Energieclusters (Olec) Roland Hentschel. Jürgen Trittin, Spitzenkandidat der Grünen für die Bundestagswahl,...

    Weiterlesen →