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Über Zahlen redet man nicht

Redaktion | 24. Mai 2012 09:54 | Blattkritik,Feuilleton,Kurz gesagt

Der Kampf der NWZ-Belegschaft für einen Haustarif scheint zu eskalieren: Auch die vierte Verhandlungsrunde zwischen Geschäftsführung und Gewerkschaften endete ergebnislos. Ein neuer Termin wurde nicht festgelegt, womit die Verhandlungen zunächst auf Eis zu liegen scheinen. Für diesen Donnerstag haben die Gewerkschaften Verdi und djv zu Warnstreiks aufgerufen, die Beschäftigten wollen zudem erneut in der Stadt demonstrieren.

Zuvor sei von Gewerkschaftsseite angeboten worden, die Differenz der Gehälter zwischen Beschäftigten und Neueinstellungen nicht sofort, sondern schrittweise bis Ende 2014 anzugleichen. Das hätte “für das Unternehmen NWZ eine durchaus beträchtliche Kosteneinsparung beinhaltet”, schreibt Verdi-Sekretär Matthias von Fintel. Die NWZ-Geschäftsführung habe dies aber “als nicht weitgehend genug zurückgewiesen”; ebenso lehne sie ab, konkrete Einsparziele zu nennen. “Eine Tarifverhandlung, die die Geschäftsführung losgelöst von Geldbeträgen führen will, kann nicht vorangehen”, heißt es in einer Erklärung der Verhandlungsführer der Gewerkschaften.

Das Journalistenportal newsroom.de schreibt dazu: “Eigentlich gehört es zu einem guten Umgangston zwischen Eigentümern und Gewerkschaften, Angebote zu unterbreiten, damit darüber gesprochen werden kann. Anders sieht es bei der Nordwest-Zeitung aus. Dort sollen die Arbeitnehmer schon verzichten, bevor überhaupt die Verhandlungen richtig angefangen haben, über konkrete Beträge gesprochen wurde.” Eine Stellungnahme der Geschäftsführung bekam auch newsroom nicht.

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