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| 23. September 2013 09:00 | 1 Kommentar
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Mit 1.016 Stimmen Vorsprung zieht Dennis Rohde (SPD) direkt in den Bundestag ein. Stephan Albani (CDU) ist über die Landesliste seiner Partei erfolgreich, auch für Peter Meiwald (Grüne) reichte es am Ende.

Genossen mit Grund zur Freude: SPD-MdL Ulf Prange (r.) beglückwünscht Dennis Rohde zum Einzug in den Bundestag. BILD: tm

Genossen mit Grund zur Freude: SPD-MdL Ulf Prange (r.) beglückwünscht Dennis Rohde zum Einzug in den Bundestag. BILD: tm

Es waren die Ergebnisse aus der Gemeinde Edewecht, die den Wahlabend für Dennis Rohde zur Zitterpartei machten. Doch um kurz nach 21 Uhr war klar: Dem 27-jährigen Wiefelsteder reichen 37,4 % der Erststimmen zur Rückeroberung des Wahlkreises Oldenburg-Ammerland. Nur 1.016 Stimmen trennen ihn am Ende von Stephan Albani (CDU), der auf 36,8 % der Erststimmen kommt und dank des Ergebnisses seiner Partei dennoch in den Bundestag einzieht. Für SPD-Mann Rohde ist das Ergebnis auch deswegen ein Erfolg, weil er deutlich mehr Stimmen erzielt als vor vier Jahren seine Parteifreundin Gesine Multhaupt (2009: 31,3 %). “Das waren ganz schön harte drei Stunden”, kommentierte der sichtlich überwältigte Rohde seinen knappen Sieg und spendierte seinen Anhängern Freibier. Bereits heute trifft Rohde in Berlin auf die neuen Fraktionskollegen der SPD. Schwerpunkte möchte der neu gewählte Abgeordnete im Bereich Arbeit und Soziales setzen.

Ebenfalls neu im Bundestag vertreten: Peter Meiwald (Grüne), dem Listenplatz 6 in Niedersachsen knapp zum Einzug in den Bundestag reicht. Bitter ist das Ergebnis dagegen für Christiane Ratjen-Damerau (FDP), die einzige Bewerberin, die schon in der auslaufenden Wahlperiode im Bundestag saß. Ihre Partei ist nicht mehr im Bundestag vertreten. Überdies kam sie selbst nur auf 2,5 % der Erststimmen. 2009 waren es noch 8,8 % gewesen.

Bei den Zweitstimmen gewinnen beide Volksparteien in Oldenburg-Ammerland deutlich hinzu, mit leichtem Vorteil für die Christdemokraten. Die CDU verbesserte sich auf 35,2 % (2009: 28,1 %), die SPD auf 32,6 % (27,1 %). Die Grünen mussten sich dem Bundestrend beugen und gaben nach auf 12,4 % (15,4 %). Die Linke kam nur noch auf 6,5 %, 2009 waren es noch 9,0 %. Die FDP stürzt ab auf 5,1 % (14,6 %), die AfD erreicht dagegen aus dem Stand 4,2 %. Alle anderen Parteien erreichten zusammen knapp 4,0 % der Stimmen, darunter die Piraten, die über 1,75 % nicht hinauskamen.

Die Wahlbeteiligung liegt mit 74,2 % der Wahlberechtigten nur geringfügig über der von 2009 (73,6 %), aber deutlich höher als im Bund (71,5 %).

Aktualisierung: Auch Barbara Woltmann (CDU) aus Bad Zwischenahn war überraschend über die Landesliste erfolgreich. Damit kommen vier Abgeordnete des neuen Bundestags aus dem Wahlkreis Oldenburg-Ammerland.

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