Stadtleben > Presseschau >
| 20. September 2013 10:15 | 6 Kommentare
Drucken

Am Samstag wird der Jade-Weser-Port ein Jahr alt. Dies ist Grund für den NDR, eine Zwischenbilanz zu ziehen, die nicht sehr positiv ausfällt: “Ein Jahr nach seiner Eröffnung dürfte sich der einzige Tiefwasserhafen Deutschlands immer noch recht einsam fühlen, nur 134 Mal legten Schiffe an”, schreibt der NDR. Nur zehn Prozent des erwarteten Gesamtumschlages seien tatsächlich in diesem ersten Jahr umgeschlagen worden; aber ein  “besseres Marketing und finanzielle Anreize” sollen die Situation des Hafens nun verbessern. Zuvor hatte sich auch der Konzern Nordfrost zu Wort gemeldet, der mit der Leistung des Hafens nicht zufrieden war (lesen Sie dazu auch die Presseschau vom 6. September).

Der Oldenburger Ökonom Dirk Loerwald sprach beim Dietrich-Kramer-Symposium zum Thema Armutsbekämpfung, schreibt die Neue Westfälische. Loerwald, Dozent an der Univesität Oldenburg, findet es sinnvoll, den Spitzensteuersatz oder die Einkommenssteuer anzupassen, aber “populistische Werkzeuge wie der Mindestlohn oder die Vermögenssteuer bringen nicht viel. Ich weiß nicht, ob ein alleinstehender Facharbeiter mit einem Jahresgehalt von 54.000 Euro wirklich als reich zu bezeichnen ist”, wird Loerwald zitiert.

Der Turm des Oldenburger Schlosses soll saniert werden, berichtet die Oldenburger Onlinezeitung: “Witterungsschäden an der Laterne und der offenen Holzkonstruktion über der Kuppel des Hauptturms werden derzeit untersucht und beschädigte Bauteile sollen bis Ende des Jahres ausgetauscht werden.” Auch das Landesamt für Denkmalpflege beteiligt sich an den Plänen für die Sanierung.

Und zu guter Letzt weisen wir noch auf einen ausführlichen Bericht über das Oldenburger Filmfest von der Jungen Welt hin: “Auch im 20. Jahr seines Bestehens konnte das Filmfest Oldenburg mitten im Provinzklima der politischen Konfusion, filmkulturellen Totalignoranz und finanziellen Misere gleichsam ein Überlebensprogramm für kleine und mittlere Festivals auf die Beine stellen”, heißt es dort resümierend.

(lb)

Montags bis freitags erscheinen hier morgens um zehn Uhr ausgewählte Links auf Berichte und Geschichten aus Oldenburg, die wir in anderen Medien gefunden haben. Die Erstellung der Presseschau übernimmt wochenweise je ein Redaktionsmitglied des Oldenburger Lokalteils. Hinweise gerne bis neun Uhr morgens an: redaktion@oldenburger-lokalteil.de

Mon­tags bis frei­tags um 10 Uhr: die Presseschau im Lokalteil

Mon­tags bis frei­tags um 10 Uhr: die Presseschau im Lokalteil

6 Kommentare

  • an sollte tatsächlich nochmal 1-2 mrd. in die hand nehmen und sich ein paar großschiffe a la maersk (ca. 8) zulegen und die dann zwischen whv, usa und asien rumschippern lassen. ein so ein pott kostet ca. 200 mio.. bei dem invest-volumen von 1 mrd. für den hafen auch nicht mehr die welt. am besten durch private investoren aus der region abgedeckt / initiiert, evtl. unterstützt durch die politik. und am besten auch irgendwie die anderen niedersächsischen häfen, insbesondere emden integrieren. mit der energie vom wasser scheint es im moment ja nicht so recht zu laufen und ist eventuell auch ein rohrkrepierer, wenn die energieproduktion demnächst dezentraL auf dem dach, im garten und im Keller stattfindet. und wenn vw sich dann noch komplett nach china verabschiedet könnte man eigentlich auch opel nach niedersachsen holen und den vw-anteil des landes verkaufen und dafür gm/opel übernehmen und von niedersachsen aus steuern.

  • Ein kneht, der lag verborgen
    Gedicht von Steinmar

    Ein kneht, der lag verborgen,
    bî einer dirne er slief,
    Unz ûf den liehten morgen.
    Der hirte lûte rief:
    “Wol ûf, lâz ûz die hert !”
    des erschrak diu dirne
    und ir geselle wert.

    Daz strou, daz muost er rûmen
    und von der lieben varn.
    Es torste sich niht sûmen,
    er nam si an den arn
    Daz höi, daz ob im lag,
    daz ersach diu reine
    ûf fliegen in den dag.

    Davon si muoste erlachen,
    ir sigen diu ougen zuo.
    So suozze kunde er machen
    in dem morgen fruo
    Mit ir daz bettespil.
    wer sach ân geraete
    ie fröiden mê so vil!

    Steinmar

  • erstmal sollen sie den bartels vom gelände fegen. dann eine eigene reederei aufmachen. 4 post-panamx-kutter kaufen und um die welt schicken. oldenburg plattmachen und an der stelle ein grosses bahnterminal und gvz mit viergleisiger verbindung nach wilhelmshaven hinsetzen. fertig. alle probleme gelöst.

  • den hafen ohne vernünftige bahnanbindung zu eröffnen war genauso clever wie die regio s bahn 3 von oldenburg nach bad zwischenahn fahren zu lassen, ohne zuvor den haltepunkt wechloy eröffnet zu haben. 3 fahrgäste habe ich gestern nachmittag im schützenweg am bahnübergang gezählt…

    http://www.oldenburger-lokalteil.de/2013/06/18/haltepunkt-wechloy-irgendwann-fertig

  • Ich befürchte, dass die im Vergleich zu Hamburg, Bremerhaven/Bremen und Rotterdam deutlich schlechtere logistische Infrastruktur und Anbindung den Jade/Weser-Port bisher im Wettbewerb mit diesen Häfen nicht auf die Beine kommen lässt.
    Das wird sich mit einer “besseren Vermarktung” und mit “finanziellen Anreizen” auch so leicht nicht beheben lassen. Und wer kommt eigentlich für die finanziellen Anreize auf?

    Mir sieht das sehr nach der nächsten Investitionsruine am Jadebusen (nach dem seinerzeitigen Ölhafen) aus.

    • mit einer vernünftigen bahnanbindung wäre schon viel geholfen, sagen die reedereien ja selber, dass ihnen das die entscheidung für wilhelmshaven leichter machen würde. daneben scheinen ja auch die hafen- bzw. umschlagsgebühren dafür gemacht, schiffe abzuschrecken. super taktik, oder strategie oder was auch immer.

Neueste Artikel: