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| 16. September 2013 10:15 | 3 Kommentare
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Beatrix von Storch, geborene Herzogin von Oldenburg und in Funktion als Politikerin derzeit auf Listenplatz 2 der konservativen Partei Alternative für Deutschland (AfD), steht in der Kritik: „Der ‘Welt am Sonntag’ liegen Dokumente, Aussagen und eidesstattliche Versicherungen vor. Sie legen nahe, dass die von Storchs mithilfe von Spendengeldern private Mietrechnungen und Reisen bezahlt haben.“ Die Frage sei außerdem, wo knapp hunderttausend Euro abgeblieben seien, heißt es in der Welt, Belege habe man bisher nämlich keine vorweisen können. So wirke es „ziemlich mutig, wenn Beatrix von Storch den Südeuropäern in fast jeder Rede Misswirtschaft und unsolide Finanzen vorwirft.“

Ein Hauch von Hollywood weht durch Oldenburg … Um diese abgelutschte Floskel einmal umzudrehen: Ein Hauch von Oldenburg weht durch Hollywood, zumindest über die Seite hollywoodreporter.com, die über den Ausgang des Filmfestes berichtet. And the winner is: „Kaptn Oskar“. Neben vielen anderen Medien war übrigens auch der Oldenburger Lokalteil zugegen, die Beiträge gibt es hier und hier und hier zum Nachlesen.

Das Wetter schmiert langsam ab in Richtung Herbst. Das merken auch die Zugvögel, die derzeit massenhaft auf dem Rückweg in den sonnigen Süden sind – wer kann das nicht verstehen. Auf dem Weg macht dann eine ganze Menge der Tiere Rast in der Region: „Dieses Phänomen wird seit 2009 vom Nationalpark Wattenmeer mit der Veranstaltung ‘Zugvogeltage’ in den Mittelpunkt gerückt und von allen Seiten beleuchtet“, so die Sonntagszeitung. Im Rahmen dieser Veranstaltung, die am 5. Oktober beginnt, würden „insgesamt 250 breit gefächerte Veranstaltungen“ angeboten.

Zum Schluss noch viel Lob in Richtung der EWE Baskets: Crossover-online.de könnte sich vorstellen, dass die Mannschaft wieder ein ernstzunehmender Titelkandidat in den BBL-Playoffs wird: „Sowohl im europäischen, als auch im nationalen Wettbewerb avancierten die Donnervögel unter Head Coach Sebastian Machovski (sic) zu einem ernsthaften Titelkandidaten“, schreibt die Seite. Dort heißt es weiter: „Der Trainer des Jahres formte aus den Hinterlassenschaften seines Vorgängers eine perfekt aufeinander abgestimmte Mannschaft mit einer hervorragenden Teamchemie.“

(hm)

Montags bis freitags erscheinen hier morgens um zehn Uhr ausgewählte Links auf Berichte und Geschichten aus Oldenburg, die wir in anderen Medien gefunden haben. Die Erstellung der Presseschau übernimmt wochenweise je ein Redaktionsmitglied des Oldenburger Lokalteils. Hinweise gerne bis neun Uhr morgens an: redaktion@oldenburger-lokalteil.de

Mon­tags bis frei­tags um 10 Uhr: die Presseschau im Lokalteil

Mon­tags bis frei­tags um 10 Uhr: die Presseschau im Lokalteil

3 Kommentare

  • Wenn ich das richtig sehe, sind die ehemaligen Adelstitel heute “Bestandteil des Namens”, daher heißt es nicht mehr “Graf Hugo von …” sondern “Hugo Graf von..”. Deshalb durfte sich Nikolaus Erbgroßherzog von Oldenburg so nennen, aber nur er. Die anderen Mitglieder des sog. “Hauses Oldenburg” heißen, sind aber nicht “Herzöge von Oldenburg”. Ihr Familienname ist übrigens “Gottorp”. Und so habe ich sie auch in meinem Buch über Oldenburg genannt: “Friedrich August Gottorp, Großherzog von Oldenburg”, was mir die Heimat-Clique um die Oldenburgische Landschaft bis heute übel nimmt.

    • Noch ein Wort zum Adel in Oldenburg. In einem Berliner Salon wundert sich irgendwann in der Kaiserzeit eine Dame weiblichen Geschlechts: “Was – Sie haben in Oldenburg keinen Adel?” Anwort: “Nee, de hebbt wi to rechten Tid dodslahn.” In der Tat: Die adligen Familien in der Grafschaft Oldenburg, vom Großherzog bis zum Kammerherrn v. Wedderkop waren Zugereiste – und wer kam schon nach Oldenburg? Diejenigen, die selbst in Preußen nicht zurecht kamen. Der Adel genoss also kein Ansehen. Für das oldenburgische Patriziat, zu dem mein Großvater gehörte, galt die bremische Regel: Jeder verdient Respekt, der seine Arbeit tut – und wenn das nicht der Fall war? Dann beachtete man ihn nicht. Und wer war damit gemeint? Zu allererst der Großherzog, dann alle Offiziere, die zur Kaiserzeit in der Regel adlig waren, und alle, die am Hof herum scharwenzelten, wie sich meine Mutter ausdrückte. Der Adelskult wurde erst nach der Befreiung durch die Schlesier eingeschleppt – vergessen wir ihn also.

  • Legt doch mal diesen albernen Monarchiefimmel ab. Frau von Storch ist keine “geborene Herzogin von Oldenburg”.
    Schon seit Novemver 1918 ist es mit den Herzögen oder Großherzögen von Oldenburg vobei. Davor waren sie auch schon längst nur noch ein dekoratives Element von Preußens Gnaden.
    Und dass da einer aus der Familie er von Gottorp sich noch als “Erbgroßherzog von Oldenburg” präsentiert ist erst recht eine Albenheit. Dieser “Titel” ist auch nur Monarchie-nostalgischer Mummpitz.

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