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| 9. September 2013 10:00 | Kommentare deaktiviert für Presseschau 9. September: Karl Jaspers, einige Wappen und kein Helm
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Am Samstag wurde das Karl-Jaspers-Haus mit einem Vortrag des ehemaligen Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Wolfgang Frühwald, eröffnet; das Haus beherbergt die Privatbibliothek des Oldenburger Philosophen. Frühwald befasste sich in seiner Rede aber weniger mit dessen Werk, sondern gab eine „kenntnisreiche, liebevolle Beschreibung des Menschen Karl Jaspers“ ab, berichtet die NWZ. So seien für Jaspers vor allem seine Erkrankung der Bronchien und Anfeindungen während der Nazizeit prägende Lebensthemen gewesen.

Über die mal mehr, mal offenbar weniger legale Verwendung von Wappen hat sich mal die Seite Medienfloh.de Gedanken gemacht: „Ist es der Versuch der Amtsanmaßung oder schlicht der Wunsch nach Anerkennung? Immer häufiger verwenden Unternehmen in Niedersachsen, speziell private Medienhäuser, öffentliche Wappen“, heißt es da. Einige Beispiele werden auch gezeigt, unter anderem die NWZ, die in Ihrer Namenszeile das Wappen des alten Freistaates Oldenburg trägt, oder der Radiosender FFN, dessen Moderator das Niedersachsen-Wappen zwischenzeitlich einfach als Facebook-Titelbild verwendetet – bis es dann plötzlich verschwand.

Zahlreiche Denkmäler hatten am Sonntag zum „Tag des offenen Denkmals“ für Besucher geöffnet. In diesem Jahr war das Motto „’unbequeme’ historische Stätten“, wozu etwa das frühere NS-Aufmarschgelände am Bückeberg zählt, die Gedenkstätte Bergen-Belsen, oder das Lager Sandbostel in der Nähe von Bremervörde. Auch die Gedenkstätte „Alte Pathologie“ in Wehnen war zu besichtigen, so der NDR.

Und noch eine Berichterstattung über einen Wochenendtermin: Bei der Meisterschaft der deutschen Amateurboxer, die am Wochenende in der Weser-Ems-Halle stattfand, gab es ordentlich was auf die Rübe – dabei wurde zum ersten Mal seit 1988 ohne Kopfschutz geboxt, was den Sport nach Angaben des Präsidenten des Deutschen Boxsportverbandes (DBV), Jürgen Kyas, „attraktiver, aber nicht gefährlicher“ mache, ist in der Süddeutschen Zeitung nachzulesen. Der Kopfschutz, so wird die Vorsitzende der DBV-Ärztekommission, Angelika Fischer, zitiert, habe „nie harte Schläge abgewehrt“, da die Schläge auf die Gesichtsfläche zielten, und nicht auf den Hinterkopf, außerdem schränke er das Gesichtsfeld ein. Hm, so richtig beruhigend klingt das nicht.

Zum Abschluss der Presseschau noch eine Erfolgsmeldung: Der VfB hat den dritten Sieg der Saison eingefahren, berichtet die NWZ, und gewann im heimischen Marschwegstadion klar mit 5:2 (3:1) gegen den TSV Havelse. Gratulation!

(hm)

Montags bis freitags erscheinen hier morgens um zehn Uhr ausgewählte Links auf Berichte und Geschichten aus Oldenburg, die wir in anderen Medien gefunden haben. Die Erstellung der Presseschau übernimmt wochenweise je ein Redaktionsmitglied des Oldenburger Lokalteils. Hinweise gerne bis neun Uhr morgens an: redaktion@oldenburger-lokalteil.de

Mon­tags bis frei­tags um 10 Uhr: die Presseschau im Lokalteil

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