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| 4. September 2013 13:42 | 3 Kommentare
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Noch unentschlossen, bei welcher Partei Sie am 22. September Ihr Kreuzchen machen werden? Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung hilft bei der Wahlentscheidung – und sollte er nicht helfen, so macht er immerhin Spaß. Und wer dem Ganzen auch keinen Spaß abgewinnen kann, den versorgt er zumindest mit einem Gesprächsthema für den folgenden Tag. Seit dem Wochenende ist das Tool online, zum vierten Mal zu einer Bundestagswahl – sollten Sie ihn in den Tagen zuvor schon irgendwo benutzt haben, haben Sie vermutlich unwissentlich den zur Bayernwahl verwendet.

BILD: bpb

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28 der insgesamt 29 mit Landeslisten antretenden Parteien haben sich an der diesjährigen Auflage der nach wie vor nicht unumstrittenen Wahlentscheidungshilfsmaschine beteiligt, nur die Neonazigruppierung “Die Rechte” fehlt. Der Katalog umfasst 38 Fragen, die von Dauerbrennerthemen wie Mindestlohn und Rente über Kurzzeitaufreger wie die Pkw-Maut bis hin zu Themen reichen, die im öffentlichen Diskurs zuletzt eher keine so tragende Rolle gespielt haben, wie etwa der Frage, ob die Pille danach rezeptpflichtig sein soll oder nicht.

Sein Ergebnis kann der Nutzer an den Programmen von acht frei auswählbaren Parteien messen, und wer es ganz genau wissen möchte, kann zu jedem einzelnen Wahl-O-Mat-Punkt eine entsprechende Positionierung der Partei abrufen. Kleiner Vorgeschmack gefällig? Bitte sehr, die Antwort der “Partei der Nichtwähler” – ja, die gibt es wirklich, es handelt sich nicht nur um das Wortgebilde aus den Wahlanalyseberichten – zum Thema “Bedingungsloses Grundeinkommen”: “Die Meinung unserer Mitglieder hierzu ist gespalten. Ich persönlich bin vollinhaltlich dafür.”

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Journalist und Mitbegründer des Lokalteils, Erfinder des Ratssitzungs-Livetickers und Politik-, Medienwatch- und Umfragebeauftragter. Austritt aus dem Redaktionsteam im September 2013.
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3 Kommentare

  • also bei mir sind sämtliche parteien vom linken rand ganz oben, direkt gefolgt von der npd. das fand ich kurz erschreckend. das geht allerdings vielen so, wie ich festgestellt habe. fast jeder nimmt verständlicherweise die npd mit in die auswahl um sich bestätigt zu wissen, dass man natürlich keine übereinstimmung hat. ich glaube, ich muss da nochmal genauer nachschauen, wo die übereinstimmungen liegen

    • @exile11: Mach dir keinen allzu großen Kopp darum, war bei mir auch so … die Nazis haben einfach wahnsinnig viele Punkte von den Linken geklaut, um auf diese Weise Stimmen abzufischen. Dass sie das irgendwie ernst meinen, ist ähnlich glaubwürdig wie das “demokratisch” im Parteinamen.

  • Nutze das Ding schon seit ich wählen darf immer wieder. Ich finde es auch gut geeignet gerade mal Parteien kennen zu lernen, die kaum/keine mediale Aufmerksamkeit genießen und deren Programme mit zu vergleichen.

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