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| 6. Mai 2013 10:14 | Kommentare deaktiviert für Presseschau 6. Mai: Inklusion, Bioinvasion und ein norddeutsches Abkommen
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Vor 50 Jahren entstand zwischen den Bundesländern Bremen und Niedersachsen ein Abkommen zur engeren wirtschaftlichen und politischen Zusammenarbeit, das heute mit einem Festakt gefeiert werden soll, schreibt Radio Bremen Online. Dabei ist jedoch die Beziehung beider Bundesländer maßgeblich von Konkurrenz geprägt gewesen –  obwohl beide Seiten auf Kooperation angewiesen seien, meint Sozialwissenschaftler Günter Warsewa. Die Bildung der Metropolregion Bremen-Oldenburg, einem Kommunalverbund, der die Interessen der Städte und Gemeinden in eben diesem Raum vertritt, sei nur ein Anfang gewesen. Aber auch in diesem Zusammenhang werde immer wieder Kritik laut – so zum Beispiel die Forderung von Bremer Seite, Ausgleichszahlungen zu erhalten für diejenigen Niedersachsen, die im Bremer Schulsystem ausgebildet oder in Bremer Krankenhäusern behandelt würden. Obwohl nicht nur die Niedersachsen von Bremen profitieren, sondern auch die Bremer beispielsweise vom Bau des Jade-Weser-Ports, findet Warsewa finanziellen Ausgleich sinnvoll: “Wenn man dies zwischen Bremen und Niedersachsen diskutieren könnte, wäre es ein Fortschritt und würde die Situation zumindest für Bremen einfacher machen. Aber ich glaube, da ist nichts zu machen.”

Im Rahmen der bundesweit noch bis zum 8. Mai stattfindenden Inklusionswoche gab es auch in Oldenburg einen Aktionstag auf dem Schlossplatz, berichtet die NWZ. So stellten soziale Einrichtungen ihre Konzepte und Ideen unter dem Motto “Ich entscheide selbst” vor. „Es gibt mittlerweile eine Frauenquote, aber eine Behindertenquote gibt es nicht. Da scheuen sich viele Arbeitgeber noch. Das muss sich ändern”, wird Petra Kretzschmar, Mitglied des Vereins Propeller für die Förderung der psychischen Gesundheit, zitiert. Auch müsse das Thema generell stärker in den Mittelpunkt rücken, auch in Oldenburg, heißt es.

Diabolo/Mox schreibt über ein Gemeinschaftsprojekt des Ateliers Blauschimmel und der interkulturellen Arbeitsstelle Ibis, bei dem Kinder von Asylbewerbern ein Theaterstück selbst erarbeitet und geprobt haben. Jeden Mittwoch wurden die Kinder zwischen fünf und 15 Jahren aus ihren Unterbringungen in der Gauß- und in der Cloppenburger Straße abgeholt – dann spielte man gemeinsam Theater, tanzte und bastelte Masken. Es gehe nicht darum, mit diesem Theaterprojekt die individuellen schweren Schicksale aufzuarbeiten, erklärt Waldo Bleeker, Theaterpädagoge und Mitarbeiter des Atelier Blauschimmel, gegenüber Diabolo/Mox. Vielmehr sollen die Kinder Spaß haben und ein wenig Freizeit genießen dürfen. Und das werde von dieser Theatergruppe auch ganz anders honoriert als von deutschen Gruppen: „Dieser Ansturm von Energie war ganz anders.“ Heute Abend um 18 Uhr kommt das Stück “Unsere Geschichten” im PFL zur Aufführung.

Das ökologische Gleichgewicht der Natur werde immer stärker gefärdet – daran Schuld ist unter anderem die weltweite Schifffahrt, so lautet das Ergebnis einer Studie der Universitäten Oldenburg und Bristol, die Spiegel Online vorstellt. So würden Tierarten per Schiff auf den globalen Transportwegen in fremde Länder gelangen und dort das ökologische System durcheinanderbringen. Dabei reisen die Spezies in den Ballasttanks der Schiffe – ein Beispiel für eine starke globale Ausbreitung sei die Zebramuschel, “die es vom Schwarzen Meer bis in die Seen Nordamerikas geschafft hat”. Diese Muschel setze sich sehr aggressiv gegen andere, heimische Muschelarten durch und störe so das natürliche Gleichgewicht. Aber nicht nur der Schiffstransport sei ein entscheidender Faktor bei der Ausbreitung, sondern beispielsweise auch die Schiffsart oder die Wassertemperaturen in den Zielhäfen. So sei das Risiko des Einschleppens fremder Arten im Hamburger Hafen, obwohl er sehr viele Containerschiffe abfertigt, durch die niedrigen Wassertemperaturen in der Nordsee nicht sonderlich hoch, heißt es.

Und nun zu den Ergebnissen vom Sport am Wochenende: Im ersten Viertelfinalspiel in der Bundesliga-Playoff-Runde haben die Oldenburger Baskets die Baskets aus Bonn mit 78:66 geschlagen, berichtet unter anderem der General-Anzeiger. Nun stehen die Bonner in der “Best of Five”-Serie unter Druck und müssen versuchen, am kommenden Donnerstag auszugleichen, um beim dritten Spiel am Samstag in Oldenburg “nicht mit dem Rücken an der Wand zu stehen”. Der General-Anzeiger zitiert Bonns Trainer Michael Koch: “Wir haben heute deutlich gesehen, was Playoff-Erfahrung ausmacht. Oldenburg ist eine Mannschaft mit einer Reihe von Spielern, die schon lange in der Liga spielen und einige Playoff-Fights hinter sich haben. Das haben sie heute in die Waagschale geworfen.”

Die Nachwuchskicker des VfL Oldenburg stehen nach einer erneuten Niederlage als Absteiger aus der Staffel Nord/Nordost der B-Junioren-Bundesliga fest, heißt es auf der Seite des Deutschen Fußballbundes, dfb.de. Auch am 22. Spieltag mussten sich die Oldenburger einem Gegner geschlagen geben, in diesem Fall dem VfL Osnabrück mit 1:4. Die Mannschaft des VfB Oldenburg  in der Regionalliga Nord hingegen sicherte sich am vergangenen Sonntag einen Punkt gegen den BV Cloppenburg, scheibt die NWZ. Die Mannschaft zeigte einen “engagierten Vollgas-Fußball”, heißt es, der aber leider nicht zu einem Sieg reichte.

(lb)

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Mon­tags bis frei­tags um 10 Uhr: die Presseschau im Lokalteil

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