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| 24. April 2013 17:00 | 1 Kommentar
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In seinem ebenso aufrüttelnden wie Mut machenden Dokumentarfilm “Voices of Transition” zeigt Nils Aguilar Alternativen zur konventionellen Landwirtschaft auf. Am Sonntag, 28. April, ist er bei der Aufführung im Cine k anwesend.

Filmstill aus "Voices of Transition". FOTO: Nils Aguilar

Filmstill aus “Voices of Transition”. FOTO: Nils Aguilar

Aguilar – eigentlich Soziologe – kam als Autodidakt zum Film. Seine Betroffenheit über das radikale Vorgehen großer Agrarkonzerne bei der Verteidigung ihrer Interessen und seine Beschäftigung mit dem nachhaltigen Konzept der Permakultur weckten in ihm den Wunsch, diese Themen in einem Dokumentarfilm zu verarbeiten. Anhand mehrerer Beispiele – urbane Landwirtschaft und Gemeinschaftsgärten in Kuba, Transition-Town-Initiativen in Großbritannien, alternative Agrarökologie in Frankreich – stellt er positive Lösungswege im Sinne eines sozialökologischen Wandels vor.

Vier Jahre lang, zunächst mit einem Co-Regisseur, dann im Alleingang, arbeitete Aguilar an seinem über Crowdfunding finanzierten Film. Nach der Uraufführung in Hannover im November 2010 wurde “Voices of Transition” weltweit zu vielen Festivals eingeladen und im Rahmen zahlreicher Transition-Initiativen gezeigt. Auch in Oldenburg gibt es seit knapp einem Jahr eine Transition-Town-Initiative. Wer sich also ein Bild davon machen möchte, worum es dabei geht, findet mit der Veranstaltung im Cine k einen geeigneten Einstieg. Im Anschluss an den Film findet ein Publikumsgespräch mit Nils Aguilar statt.

Cine k in der Kulturetage, Bahnhofstraße 11
Sonntag, 28. April, 19 Uhr
Eintritt 7 Euro

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Wahloldenburger seit 1999, Mitinitiator der Oldenburger Kurzfilmtage zwergWERK. Wenn Christian gerade nicht seinem Brot-und-Butter-Job nachgeht oder sich auf Filmfestivals herumtreibt, spaziert er gerne durch die Straßen und fotografiert Dinge.
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1 Kommentar

  • Das oldenburger filmfest und sein macher torsten neumann haben alles richtig gemacht. mit “oh Boy” als eröffnungsfilm und späterer gewinner des oldenburger filmfestes im September 2012 konnte die stadt neben der woody allen muse und oskargewinnerin mira sorvino gemeinsam mit tom schilling in vergangenen September für einige tage in ein gelunges filmvergnügen eintauchen.

    6 Lolas gewann gestern abend Oh Boy beim deutschen Filmpreis und tom schilling erhielt den preis des besten hauptdarstellers.

    warum dieser hinweis? ich bin immer noch fassungslos über die provinzielle stadtpolitik von spd und leider auch grünen zur ausgestaltung des eigenen filmfestes. was sich diese parteien im umgang mit dem kleinen aber sehr beachteten und bekannten filmfest erlauben ist schlimm. das zusammenstreichen der mittel, das argumentieren statt stars sekt und taxikosten zu zahlen sei es wichtiger sich um andere politikfelder zu kümmern ist billig und bei näheren hinsehen auch ökonomisch unsinnig. Wieviel mittel – zum beispiel – muss das stadtmarketing aufbringen, um einen medienwert zu erreichen, wie es durch torsten neumann nun gelungen ist: mit dem 6-fachen Filmpreisgewinn von oh boy ist oldenburg nun in aller munde als frühindikator für gelungens filmwerk. Das ist intelligentes Stadtmarketing, wenn man ein anderes argument benötigt, als kulturelles erleben zu schaffen für die menschen, die hier leben.

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