Im Süden Oldenburgs kann man verwitterte Grenzsteine finden – hier endete das Großherzogtum, dort begann das Königreich Hannover. Dabei ist hier eigentlich gar nicht Oldenburg. Verwirrend

Ein Grenzstein steht am Wegesrand. FOTO: Felix Zimmermann
Wir sind durchs Oldenburger Land gefahren, haben es durchquert bis an seine Peripherie im Süden; ein imaginäres Wesen, das nur noch in den Köpfen derer existiert, die die Selbständigkeit des alten Großherzogtums und Freistaats als bedeutsamen Teil der Geschichte hochhalten. Manche schreiben heute noch ein „i.O“ hinter die Ortsnamen – „i.O.“ für „in Oldenburg“.
Als wir fast an seinen äußersten Rand gelangten, sahen wir etwas Überraschendes. Hinter der Autobahnabfahrt Neuenkirchen-Vörden mündet die Straße auf einen Kreisel, wie sie jetzt überall gebaut werden, damit der Verkehr im Flusse bleibt. Dieser Kreisel aber ist besonders: Aus seiner Beetmitte wächst ein zweimannhoher Schriftzug empor. Fast ein bisschen zu groß, zu affirmativ, als müsste hier etwas extra laut kund getan werden, weil es so selbstverständlich gar nicht ist: NIEDERSACHSEN-PARK. So haben sie den anliegenden Gewerbepark genannt. Hier, im ehemals Oldenburgischen.
– Überraschend!
– Wieso? Sind die denn hier keine Niedersachsen?
– Naja, schon. Aber sie waren es nie so richtig. Wollten auch mal weg von Niedersachsen, hin zu Westfalen oder zurück ins Land Oldenburg, das sollte wiedererstehen. 1975 gab es sogar eine Volksabstimmung, und hier waren ganz viele dafür.
– Zurück ins Land Oldenburg?
– Ja, das war hier früher Oldenburg. Hier irgendwo muss die Grenze zu Hannover gewesen sein.
– Lass’ sie uns suchen.
– Ich weiß nicht, ob man die noch sieht. Vielleicht ist sie noch in den Köpfen. Mal sehen.
Niedersachsen, ein Bundesland ohne Bindestrich, jedenfalls nicht im Namen, in sich selbst aber schon. Es ist ein Kunstprodukt, auf dem Papier entstanden am 8. November 1946 qua Verordnung Nr. 55 der britischen Militärregierung. Hannover, Braunschweig, Oldenburg und Schaumburg-Lippe gingen darin auf. Damit taten sich einige schwer; die alten Oldenburger auf jeden Fall, die Süd-Oldenburger noch mehr.
Der Name baut die Brücke
In Neuenkirchen. Eine Kirchturm ragt auf. Mann und Frau und Jagdhund laufen in seinem Schatten durch den Ort.
– Entschuldigung, Neuenkirchen, wozu gehört das?
– (Er) Zu Oldenburg. Landkreis Vechta.
– Wir suchen die frühere Grenze zu Hannover. Wo lief die entlang?
– Fahren sie nach Bieste, der Ort wurde geteilt. Hannoversch-Bieste und Oldenburgisch-Bieste. Richtung Bersenbrück, sie können es nicht verfehlen.
– (Ein Nicken hin zum Kirchturm) Hier ist man katholisch?
– (Er und sie) Ja. Da gehören wir zu Münster.
Münster und Oldenburg, der religiöse und politische Bezugspunkt einer Region. Hier fallen sie zusammen. Oldenburger Münsterland heißt die Gegend. Der Name baut die Brücke, bis heute.
Es beginnt Jahr 1803. In Regensburg wird am 25. Februar das Reich neu gegliedert; die geistlichen Territorien werden weltlich gemacht. Das kleine Herzogtum Oldenburg verliert den einträglichen Weserzoll, dafür wird es mit den bis dahin zum Niederstift Münster gehörenden Ämtern Vechta und Cloppenburg entschädigt. Das Land wächst um ein gutes Drittel seiner bisherigen Größe, aber den protestantischen Landesherrn Peter Friedrich Ludwig freut das nicht so sehr. Er hätte den Zoll gerne behalten, anstatt seinen Besitz um ein ödes Land voller Katholiken zu erweitern. Er nimmt es schließlich an, am 30. Juni 1803 unterzeichnet er das “Patent zur Besitznehmung der beiden bisherigen Münsterschen Ämter Vechta und Cloppenburg”, die er damit “als unzertrennliche Bestandtheile des Herzogthums Oldenburg demselben incorporiret”. Knapp drei Wochen später schickt er zwei seiner Hofbeamten in den neuen Süden seines Landes, damit diese die Inbesitznahme vollziehen und den Eid der Untertanen entgegen nehmen. Für den Etatsrat Johann Conrad Georg und den Kanzleiassessor Christian Ludwig Runde wird die Reise ein Volksfest, so fröhlich, wie sie es selbst wohl kaum erwartet haben werden.
Man wusste wenig über die Neuen. Die neuen Landesteile lagen abgetrennt hinter einem breiten Saum aus Moor und Heidefläche. Eine andere Welt war das – und die, die darin wohnten, hatten jahrhundertelang in einem geistlich regierten Staat gelebt. Nun waren sie – ohne gefragt zu werden – einem protestantischen Landesherrn zugeteilt worden. Georg und Runde werden mit Skepsis gekommen sein, aber sie wurden jubelnd empfangen. Bereits an der Amtsgrenze zu Vechta erwartete man sie und geleitete sie in die Stadt. Die Glocken läuteten, Kanonen feuerten Salutschüsse; Runde und Georg durchritten 14 Triumphbögen, ehe sie ihre Unterkunft erreichten. Vechtas Stadtsekretär Schöne notierte einen ausführlichen Bericht der Huldigungsfeier: Nach der Eidesleistung der “Magistratspersonen, Gerichtsbedienten, Obervögte und Kirchspielvorsteher” und einer Rede des Amtsdechanten Haskamp böllerten wieder die Kanonen und läuteten die Glocken, bis die “herzoglichen Bedienten”, die “Deputirten” aus den Kirchspielen und die “Honoratioren aus der Stadt” an einer festlichen “Tafel von mehreren Gedecken” speisen durften. Am Abend “war Ball, und die errichten Ehrenbogen waren die
ganze Nacht hindurch erleuchtet”.
Abneigung gegen Preußen
Da kamen also Katholiken und Protestanten zusammen, damals nicht die besten Voraussetzungen für ein gedeihliches Miteinander. Zwar waren die katholischen Süd-Oldenburger froh, dass sie im Lande des angenehm liberalen Peter Friedrich Ludwig untergekommen waren; doch die überschäumende Freude hatte andere Gründe – sie war der Abneigung gegen Preußen geschuldet. Dessen Truppen hatten das Fürstbistum Münster, zu dem die Ämter Vechta und Cloppenburg gehörten, 1802 besetzt und sich dort unbeliebt gemacht. Im Jahr zuvor war der letzte Fürstbischof, Max Franz, gestorben, dem Nachfolger verweigerten die Preußen die Anerkennung. Preußen galt als Vormacht eines besonders gestrengen Protestantismus. Preußen kam mit Soldaten. Preußen waren Landbesetzer. Mit denen wollte man auf keinen Fall etwas zu tun haben. Auch nicht mit Hannover, das als Königreich wenige Jahre später zum direkten Nachbarn wurde und ähnlich verdächtig war wie Preußen.
Jahrzehnte später verfestigte sich das Gefühl noch, auf der richtigen Seite gelandet zu sein: 1866, im Deutschen Krieg, annektieren die ungeliebten Preußen fast ganz Norddeutschland: Schleswig-Holstein, Hessen und auch Hannover. Oldenburgs Großherzog Nikolaus Friedrich Peter dagegen verbündet sich mit Preußen, läßt seine Truppen an dessen Seite gegen Österreich kämpfen – darf aber, quasi als Lohn, darüber hinaus selbständig bleiben, nun allerdings vom großen Preußen komplett umgeben. Für Oldenburgs Katholiken hieß das: Sie konnten weiter unbesorgt in dem kleinen Land leben; selbst vom Kulturkampf – der Auseinandersetzung Preußens mit der katholischen Kirche – blieben sie verschont. Die Grenzsteine beschützten sie.
Auf der Straße nach Bersenbrück. Glatter Belag, schnurgerade, frisch gepflanzte Straßenbäumchen fliegen rechts und links entlang. Man will schnell fahren, aber so sieht man die Grenzsteine nicht – wenn welche da sind. Links der Straße sehen wir die Gaststätte Horneburg. Alte Leute kommen zusammen, es ist Kaffeezeit, das ist gut. Die können helfen.
– Guten Tag. Wir suchen die frühere Grenze zwischen Oldenburg und Hannover.
– (Ein Alter mit zwei Gehstöcken) Die is nich weit.
Er weist mit einem Stock zur Straße.
– Das heißt, wir sind hier auf der hannoverschen Seite?
– Richtig. Hier is Hannoversch-Bieste, drüben Oldenburgisch-Bieste.
– Sind sie aus Oldenburg?
– Jau.
– Merkt man noch etwas von der Grenze?
– Heute nich mehr, aber wir wissen, dass es sie gab.
– Kennen sie die Oldenburger Hymne? Singen sie die noch, und die auf der
anderen Seite singen eine andere?
– Mein Vater … die sangen früher die Oldenburger Hymne, die Biester von
hier das Hannover-Lied.
– Stehen irgendwo noch Grenzsteine?
– Immer der Straße nach, nach dem zweiten Haus auf der rechten Seite.
Dann muss er los. Im Gasthaus ist Altentreff vom Biester Chor. Bieste hannoversch und oldenburgisch schmettern längst gemeinsam. Aber der Ort nennt sich immer noch: Geteilte Bauernschaft Bieste.
Ausland, mitten in Deutschland
Keine 500 Meter weiter: Der Grenzstein. Graue und gelbliche Flechten krallen sich ins Gestein, von unten wächst Moos empor. Zur Straße hin das hannoversche H, auf der Rückseite die laufende Nummer, 112, und das oldenburgische O, darunter die Jahreszahl 1842.

Ein Grenzstein in Bieste. FOTO: Felix Zimmermann
Hier war Grenze. Ausland, mitten in Deutschland.
Der nächste Stein an einem Feldweg, ein Zufallsfund, man muss schon genau hinsehen. Halb verbuddelt reckt er am Schaft einer alten Eiche seinen halbrunden Kopf heraus. Es ist die einzige Eiche weit und breit. Ein Grenzbaum, der einen Stein gebiert. Der nächste ist nicht weit entfernt, hinter dem Acker. Die Furchen sind so sauber gezogen, eine von ihnen könnte die Grenzlinie sein.
Hier verrichtete Albert Philibert Freiherr von Schrenck sein Werk, der Grossherzoglich Oldenburgische Vermessungs=Director und Ober=Cammerrath, als der er auf seinen Landkarten benannt wird. In diesen Wiesen baute er den Theodoliten auf, wie er es bei Gauß in Göttingen gelernt hatte, und warf Dreiecke übers Land. Kräftige Männer wuchteten die Steine ins Erdreich. Präzise musste die Grenze sein; Streitigkeiten hatte es jahrhundertelang gegeben in der Gegend. Fortan sollte das nicht mehr so sein.

Ein Grenzstein, halb verdeckt unter einer Eiche. FOTO: Felix Zimmermann
Grenzsteine überdauern die Jahrzehnte. Sie haben die Zeiten an sich vorbei ziehen sehen. Die Linien dazwischen blieben, lange noch. Das Oldenburger Münsterland bildete sich heraus, ein Oldenburg-Bewußtsein entstand, weil die übergeordnete Einheit, die Schutz und freie Entfaltung bot – das Großherzogtum – bestehen blieb. Selbst über 1918 hinaus noch als Freistaat. Dann kam die düsterste Zeit. Am 29. Mai 1932 gewinnen die Nazis die absolute Mehrheit im Landtag. Gewählt vor allem von den Nord-Oldenburgern. Die Katholiken im Süden bleiben standhaft, wählen Zentrum. Darauf sind sie stolz, zu recht, bis heute. Kollektiv ist ihnen die Erinnerung an 1936, als die Nazis ihnen die Kreuze in den Klassenzimmern verbieten wollten – da hatte der Kultusminister Pauly die gelebte Toleranz der bisherigen Regierungen ins krasse Gegenteil verkehrt. Die Süd-Oldenburger hatten ihren Schutzschild verloren. Jetzt hatte es sich ins Negative gewendet, zu Oldenburg zu gehören.
Deshalb nach dem Krieg, im Chaos um die Neugliederung Deutschlands: Süd-Oldenburgs Landkreise votieren für den Anschluss an Westfalen. Nicht aus Abneigung gegen Oldenburg – aber das Land, das Schutzschirm war, existiert nicht mehr. Und Niedersachsen ist Hannover, gefürchtet als preußischer Nachfolgestaat. Dann schon lieber Westfalen. Katholisch und nahebei.
Keine Bindungen an Hannover
Dazu kam es nicht, das Oldenburger Münsterland wurde mit Oldenburg ein Teil Niedersachsens, fühlte sich dort aber lange nicht zu Hause. Zwar wurde Oldenburg Verwaltungsbezirk und sicherte sich so etwas Selbständigkeit – die auch den Bestand der konfessionellen Volksschulen garantierte, die vor allem den Münsterländern so wichtig waren. Trotzdem sah der Bischöfliche Offizial Heinrich Grafenhorst, als Vertreter des Bischofs von Münster für die Oldenburger zuständig, von katholischer Warte aus “weder rechtliche noch psychologische Bindungen an Hannover”. Nur folgerichtig kam 1956 die Forderung nach einem Volksbegehren zur Wiederherstellung des Landes Oldenburg. 13 Prozent der Wahlberechtigten im Verwaltungsbezirk stimmten dafür, die meisten in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg. Das reichte.
Erst am 19. Januar 1975 hatten die Oldenburger dann darüber abzustimmen, ob sie im Land Niedersachsen verbleiben wollten oder ob “das frühere Land Oldenburg als selbständiges Land wiederhergestellt wird”. Der aktuelle Anlass für heftigen Streit entzündete sich an der Gebietsreform, die die sozial-liberale Landesregierung im fernen Hannover plante. Das Land sollte schlanker, vor allem sollten Landkreise zusammengelegt werden. Vorerst zum letzten Mal brandete da das Kleinstaatentum wieder auf. “Hände weg vom Landkreis Vechta”, schrieen sie dort, weil er mit Cloppenburg zusammen gelegt werden sollte. Wieder waren es die südlichen Landkreise, die so überwiegend pro Oldenburg stimmten – in Vechta 62,6 Prozent, in Cloppenburg 52,8 –, dass am Ende 31 Prozent der Abstimmungsberechtigten das kleine Land wieder haben wollten. Sechs Prozent mehr als notwendig gewesen wären. In der Stadt Oldenburg waren nicht mal 20 Prozent dafür.
Aus dem Sprung in die Eigenstaatlichkeit wurde nichts. Per Gesetz entschied der Deutsche Bundestag, dass der Verwaltungsbezirk Oldenburg beim Land Niedersachsen verbleiben solle. Eine Klage der Landkreise Vechta und Cloppenburg sowie einiger Regionalpolitiker vor dem Bundesverfassungsgericht wurde am 1. August 1978 abgewiesen. Weder die Kreise noch die Politiker seien befugt, “etwaige Rechte des ehemaligen Landes Oldenburg gegen den Bund gerichtlich geltend zu machen”.
Oldenburg, am Ende?
So enden Träume, so verschwammen physische Grenzen, die längst nicht mehr existierten, wieder im Reich der Phantasie. So verblasste ein Land.
War es das nun mit Oldenburg? Die Stadt selbst durfte noch eine Zeit lang das Gefühl haben, wenigstens ein bisschen Hauptstadt zu sein. Bis 1978 saß der Präsident des Verwaltungsbezirks samt Apparat in den ehemaligen Regierungsgebäuden des Großherzogtums, bis zu ihrer Auflösung 2005 residierte dort die Bezirksregierung Weser-Ems. Einige waren über deren Ende traurig, hielten Oldenburgs Zukunft mit dem Verlust der Mittelbehörde damit für vergangen. Seitdem bleiben nur noch die evangelische Landeskirche, die IHK und Handwerkskammer und das Bischöflich Münstersche Offizialat als weltweit einmaliges katholisches Kuriosum, die noch so unverändert oldenburgisch sind, wie sie es – fast mag man sagen – immer schon waren. Nicht zu vergessen die Oldenburgische Landschaft, die qua Gesetz verpflichtet ist, an der „Pflege und Förderung der historischen und kulturellen Belange des ehemaligen Landes Oldenburg“ mitzuwirken, die also das blau-rote Fähnlein weiter unermüdlich schwenkt.
Blau-rot ist auch der Schriftzug des Niedersachsen-Parks bei Neuenkirchen, der das Niedersachsen-Bewusstsein tief ins Süd-Oldenburgische – zumindest auf eine Verkehrsinsel dort – trägt und zugleich einen kleinen Rest des verblichenen Landes ins Heute kehrt.
Dieser Text erschien zuerst in “Einblicke. Magazin zu Föderalismus und Bundesrat” (2/2009), der Zeitschrift des Deutschen Bundesrats. Für den Oldenburger Lokalteil wurde er überarbeitet und ergänzt.
Ausflugstip: Wer selbst auf Grenzsteinsuche gehen will, fährt auf der A 29 bis Neuenkirchen-Vörden und biegt nach der Ausfahrt rechts ab und folgt der L 76/Am Stickteich, die nach der Kreuzung mit der K 277/Alfhausener Straße in die L 107/Bieste-Hastruper Damm übergeht. Nach einigen hundert Metern taucht links die Gaststätte “Zur Horneburg” auf. Von da an gezählt, erscheint der erste Grenzstein nach dem zweiten Haus auf der rechten Seite direkt an der Straße. Weitere Grenzsteine finden sich an den Feldrändern, z.B. wenn man nach dem ersten Grenzstein die L 107 noch ein Stück weiter in richtung bersenbrück fährt und bei der ersten Gelegenheit rechts abbiegt und dann sofort wieder links auf den von Bäumen bestandenen Gehrder Weg. Auf der rechten Straßenseite steht nach einigen hundert Metern der oben beschrieben Stein, der unter einer Eiche hervorlugt. Fast sichere Standorte sind auch die Stellen, an denen Schilder die Landkreisgrenzen markieren. Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke: Die oben beschrieben Gaststätte “Zur Horneburg” an der L 107 oder das Café Alte Molkerei in Neuenkirchen, Holdorfer Straße 4.


Im Süden Oldenburgs kann man verwitterte Grenzsteine finden – hier endete das Großherzogtum, dort begann das Königreich Hannover. Dabei ist hier eigentlich gar nicht Oldenburg. Verwirrend
[caption id="attachment_1283" align="aligncenter" width="610" caption="Ein Grenzstein steht am Wegesrand. FOTO: Felix Zimmermann"][/caption]
Wir sind durchs Oldenburger Land gefahren, haben es durchquert bis an seine Peripherie im Süden; ein imaginäres Wesen, das nur noch in den Köpfen derer existiert, die die Selbständigkeit des alten Großherzogtums und Freistaats als bedeutsamen Teil der Geschichte hochhalten. Manche schreiben heute noch ein „i.O“ hinter die Ortsnamen – „i.O.“ für „in Oldenburg“.
Als wir fast an seinen äußersten Rand gelangten, sahen wir etwas Überraschendes. Hinter der Autobahnabfahrt Neuenkirchen-Vörden mündet die Straße auf einen Kreisel, wie sie jetzt überall gebaut werden, damit der Verkehr im Flusse bleibt. Dieser Kreisel aber ist besonders: Aus seiner Beetmitte wächst ein zweimannhoher Schriftzug empor. Fast ein bisschen zu groß, zu affirmativ, als müsste hier etwas extra laut kund getan werden, weil es so selbstverständlich gar nicht ist: NIEDERSACHSEN-PARK. So haben sie den anliegenden Gewerbepark genannt. Hier, im ehemals Oldenburgischen.
– Überraschend!
– Wieso? Sind die denn hier keine Niedersachsen?
– Naja, schon. Aber sie waren es nie so richtig. Wollten auch mal weg von Niedersachsen, hin zu Westfalen oder zurück ins Land Oldenburg, das sollte wiedererstehen. 1975 gab es sogar eine Volksabstimmung, und hier waren ganz viele dafür.
– Zurück ins Land Oldenburg?
– Ja, das war hier früher Oldenburg. Hier irgendwo muss die Grenze zu Hannover gewesen sein.
– Lass' sie uns suchen.
– Ich weiß nicht, ob man die noch sieht. Vielleicht ist sie noch in den Köpfen. Mal sehen.
Niedersachsen, ein Bundesland ohne Bindestrich, jedenfalls nicht im Namen, in sich selbst aber schon. Es ist ein Kunstprodukt, auf dem Papier entstanden am 8. November 1946 qua Verordnung Nr. 55 der britischen Militärregierung. Hannover, Braunschweig, Oldenburg und Schaumburg-Lippe gingen darin auf. Damit taten sich einige schwer; die alten Oldenburger auf jeden Fall, die Süd-Oldenburger noch mehr.
Der Name baut die Brücke
In Neuenkirchen. Eine Kirchturm ragt auf. Mann und Frau und Jagdhund laufen in seinem Schatten durch den Ort.
– Entschuldigung, Neuenkirchen, wozu gehört das?
– (Er) Zu Oldenburg. Landkreis Vechta.
– Wir suchen die frühere Grenze zu Hannover. Wo lief die entlang?
– Fahren sie nach Bieste, der Ort wurde geteilt. Hannoversch-Bieste und Oldenburgisch-Bieste. Richtung Bersenbrück, sie können es nicht verfehlen.
– (Ein Nicken hin zum Kirchturm) Hier ist man katholisch?
– (Er und sie) Ja. Da gehören wir zu Münster.
Münster und Oldenburg, der religiöse und politische Bezugspunkt einer Region. Hier fallen sie zusammen. Oldenburger Münsterland heißt die Gegend. Der Name baut die Brücke, bis heute.
Es beginnt Jahr 1803. In Regensburg wird am 25. Februar das Reich neu gegliedert; die geistlichen Territorien werden weltlich gemacht. Das kleine Herzogtum Oldenburg verliert den einträglichen Weserzoll, dafür wird es mit den bis dahin zum Niederstift Münster gehörenden Ämtern Vechta und Cloppenburg entschädigt. Das Land wächst um ein gutes Drittel seiner bisherigen Größe, aber den protestantischen Landesherrn Peter Friedrich Ludwig freut das nicht so sehr. Er hätte den Zoll gerne behalten, anstatt seinen Besitz um ein ödes Land voller Katholiken zu erweitern. Er nimmt es schließlich an, am 30. Juni 1803 unterzeichnet er das "Patent zur Besitznehmung der beiden bisherigen Münsterschen Ämter Vechta und Cloppenburg", die er damit "als unzertrennliche Bestandtheile des Herzogthums Oldenburg demselben incorporiret". Knapp drei Wochen später schickt er zwei seiner Hofbeamten in den neuen Süden seines Landes, damit diese die Inbesitznahme vollziehen und den Eid der Untertanen entgegen nehmen. Für den Etatsrat Johann Conrad Georg und den Kanzleiassessor Christian Ludwig Runde wird die Reise ein Volksfest, so fröhlich, wie sie es selbst wohl kaum erwartet haben werden.
Man wusste wenig über die Neuen. Die neuen Landesteile lagen abgetrennt hinter einem breiten Saum aus Moor und Heidefläche. Eine andere Welt war das – und die, die darin wohnten, hatten jahrhundertelang in einem geistlich regierten Staat gelebt. Nun waren sie – ohne gefragt zu werden – einem protestantischen Landesherrn zugeteilt worden. Georg und Runde werden mit Skepsis gekommen sein, aber sie wurden jubelnd empfangen. Bereits an der Amtsgrenze zu Vechta erwartete man sie und geleitete sie in die Stadt. Die Glocken läuteten, Kanonen feuerten Salutschüsse; Runde und Georg durchritten 14 Triumphbögen, ehe sie ihre Unterkunft erreichten. Vechtas Stadtsekretär Schöne notierte einen ausführlichen Bericht der Huldigungsfeier: Nach der Eidesleistung der "Magistratspersonen, Gerichtsbedienten, Obervögte und Kirchspielvorsteher" und einer Rede des Amtsdechanten Haskamp böllerten wieder die Kanonen und läuteten die Glocken, bis die "herzoglichen Bedienten", die "Deputirten" aus den Kirchspielen und die "Honoratioren aus der Stadt" an einer festlichen "Tafel von mehreren Gedecken" speisen durften. Am Abend "war Ball, und die errichten Ehrenbogen waren die
ganze Nacht hindurch erleuchtet".
Abneigung gegen Preußen
Da kamen also Katholiken und Protestanten zusammen, damals nicht die besten Voraussetzungen für ein gedeihliches Miteinander. Zwar waren die katholischen Süd-Oldenburger froh, dass sie im Lande des angenehm liberalen Peter Friedrich Ludwig untergekommen waren; doch die überschäumende Freude hatte andere Gründe – sie war der Abneigung gegen Preußen geschuldet. Dessen Truppen hatten das Fürstbistum Münster, zu dem die Ämter Vechta und Cloppenburg gehörten, 1802 besetzt und sich dort unbeliebt gemacht. Im Jahr zuvor war der letzte Fürstbischof, Max Franz, gestorben, dem Nachfolger verweigerten die Preußen die Anerkennung. Preußen galt als Vormacht eines besonders gestrengen Protestantismus. Preußen kam mit Soldaten. Preußen waren Landbesetzer. Mit denen wollte man auf keinen Fall etwas zu tun haben. Auch nicht mit Hannover, das als Königreich wenige Jahre später zum direkten Nachbarn wurde und ähnlich verdächtig war wie Preußen.
Jahrzehnte später verfestigte sich das Gefühl noch, auf der richtigen Seite gelandet zu sein: 1866, im Deutschen Krieg, annektieren die ungeliebten Preußen fast ganz Norddeutschland: Schleswig-Holstein, Hessen und auch Hannover. Oldenburgs Großherzog Nikolaus Friedrich Peter dagegen verbündet sich mit Preußen, läßt seine Truppen an dessen Seite gegen Österreich kämpfen – darf aber, quasi als Lohn, darüber hinaus selbständig bleiben, nun allerdings vom großen Preußen komplett umgeben. Für Oldenburgs Katholiken hieß das: Sie konnten weiter unbesorgt in dem kleinen Land leben; selbst vom Kulturkampf – der Auseinandersetzung Preußens mit der katholischen Kirche – blieben sie verschont. Die Grenzsteine beschützten sie.
Auf der Straße nach Bersenbrück. Glatter Belag, schnurgerade, frisch gepflanzte Straßenbäumchen fliegen rechts und links entlang. Man will schnell fahren, aber so sieht man die Grenzsteine nicht – wenn welche da sind. Links der Straße sehen wir die Gaststätte Horneburg. Alte Leute kommen zusammen, es ist Kaffeezeit, das ist gut. Die können helfen.
– Guten Tag. Wir suchen die frühere Grenze zwischen Oldenburg und Hannover.
– (Ein Alter mit zwei Gehstöcken) Die is nich weit.
Er weist mit einem Stock zur Straße.
– Das heißt, wir sind hier auf der hannoverschen Seite?
– Richtig. Hier is Hannoversch-Bieste, drüben Oldenburgisch-Bieste.
– Sind sie aus Oldenburg?
– Jau.
– Merkt man noch etwas von der Grenze?
– Heute nich mehr, aber wir wissen, dass es sie gab.
– Kennen sie die Oldenburger Hymne? Singen sie die noch, und die auf der
anderen Seite singen eine andere?
– Mein Vater ... die sangen früher die Oldenburger Hymne, die Biester von
hier das Hannover-Lied.
– Stehen irgendwo noch Grenzsteine?
– Immer der Straße nach, nach dem zweiten Haus auf der rechten Seite.
Dann muss er los. Im Gasthaus ist Altentreff vom Biester Chor. Bieste hannoversch und oldenburgisch schmettern längst gemeinsam. Aber der Ort nennt sich immer noch: Geteilte Bauernschaft Bieste.
Ausland, mitten in Deutschland
Keine 500 Meter weiter: Der Grenzstein. Graue und gelbliche Flechten krallen sich ins Gestein, von unten wächst Moos empor. Zur Straße hin das hannoversche H, auf der Rückseite die laufende Nummer, 112, und das oldenburgische O, darunter die Jahreszahl 1842.
[caption id="attachment_1284" align="aligncenter" width="610" caption="Ein Grenzstein in Bieste. FOTO: Felix Zimmermann"][/caption]
Hier war Grenze. Ausland, mitten in Deutschland.
Der nächste Stein an einem Feldweg, ein Zufallsfund, man muss schon genau hinsehen. Halb verbuddelt reckt er am Schaft einer alten Eiche seinen halbrunden Kopf heraus. Es ist die einzige Eiche weit und breit. Ein Grenzbaum, der einen Stein gebiert. Der nächste ist nicht weit entfernt, hinter dem Acker. Die Furchen sind so sauber gezogen, eine von ihnen könnte die Grenzlinie sein.
Hier verrichtete Albert Philibert Freiherr von Schrenck sein Werk, der Grossherzoglich Oldenburgische Vermessungs=Director und Ober=Cammerrath, als der er auf seinen Landkarten benannt wird. In diesen Wiesen baute er den Theodoliten auf, wie er es bei Gauß in Göttingen gelernt hatte, und warf Dreiecke übers Land. Kräftige Männer wuchteten die Steine ins Erdreich. Präzise musste die Grenze sein; Streitigkeiten hatte es jahrhundertelang gegeben in der Gegend. Fortan sollte das nicht mehr so sein.
[caption id="attachment_1285" align="alignleft" width="253" caption="Ein Grenzstein, halb verdeckt unter einer Eiche. FOTO: Felix Zimmermann"][/caption]
Grenzsteine überdauern die Jahrzehnte. Sie haben die Zeiten an sich vorbei ziehen sehen. Die Linien dazwischen blieben, lange noch. Das Oldenburger Münsterland bildete sich heraus, ein Oldenburg-Bewußtsein entstand, weil die übergeordnete Einheit, die Schutz und freie Entfaltung bot – das Großherzogtum – bestehen blieb. Selbst über 1918 hinaus noch als Freistaat. Dann kam die düsterste Zeit. Am 29. Mai 1932 gewinnen die Nazis die absolute Mehrheit im Landtag. Gewählt vor allem von den Nord-Oldenburgern. Die Katholiken im Süden bleiben standhaft, wählen Zentrum. Darauf sind sie stolz, zu recht, bis heute. Kollektiv ist ihnen die Erinnerung an 1936, als die Nazis ihnen die Kreuze in den Klassenzimmern verbieten wollten – da hatte der Kultusminister Pauly die gelebte Toleranz der bisherigen Regierungen ins krasse Gegenteil verkehrt. Die Süd-Oldenburger hatten ihren Schutzschild verloren. Jetzt hatte es sich ins Negative gewendet, zu Oldenburg zu gehören.
Deshalb nach dem Krieg, im Chaos um die Neugliederung Deutschlands: Süd-Oldenburgs Landkreise votieren für den Anschluss an Westfalen. Nicht aus Abneigung gegen Oldenburg – aber das Land, das Schutzschirm war, existiert nicht mehr. Und Niedersachsen ist Hannover, gefürchtet als preußischer Nachfolgestaat. Dann schon lieber Westfalen. Katholisch und nahebei.
Keine Bindungen an Hannover
Dazu kam es nicht, das Oldenburger Münsterland wurde mit Oldenburg ein Teil Niedersachsens, fühlte sich dort aber lange nicht zu Hause. Zwar wurde Oldenburg Verwaltungsbezirk und sicherte sich so etwas Selbständigkeit – die auch den Bestand der konfessionellen Volksschulen garantierte, die vor allem den Münsterländern so wichtig waren. Trotzdem sah der Bischöfliche Offizial Heinrich Grafenhorst, als Vertreter des Bischofs von Münster für die Oldenburger zuständig, von katholischer Warte aus "weder rechtliche noch psychologische Bindungen an Hannover". Nur folgerichtig kam 1956 die Forderung nach einem Volksbegehren zur Wiederherstellung des Landes Oldenburg. 13 Prozent der Wahlberechtigten im Verwaltungsbezirk stimmten dafür, die meisten in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg. Das reichte.
Erst am 19. Januar 1975 hatten die Oldenburger dann darüber abzustimmen, ob sie im Land Niedersachsen verbleiben wollten oder ob "das frühere Land Oldenburg als selbständiges Land wiederhergestellt wird". Der aktuelle Anlass für heftigen Streit entzündete sich an der Gebietsreform, die die sozial-liberale Landesregierung im fernen Hannover plante. Das Land sollte schlanker, vor allem sollten Landkreise zusammengelegt werden. Vorerst zum letzten Mal brandete da das Kleinstaatentum wieder auf. "Hände weg vom Landkreis Vechta", schrieen sie dort, weil er mit Cloppenburg zusammen gelegt werden sollte. Wieder waren es die südlichen Landkreise, die so überwiegend pro Oldenburg stimmten – in Vechta 62,6 Prozent, in Cloppenburg 52,8 –, dass am Ende 31 Prozent der Abstimmungsberechtigten das kleine Land wieder haben wollten. Sechs Prozent mehr als notwendig gewesen wären. In der Stadt Oldenburg waren nicht mal 20 Prozent dafür.
Aus dem Sprung in die Eigenstaatlichkeit wurde nichts. Per Gesetz entschied der Deutsche Bundestag, dass der Verwaltungsbezirk Oldenburg beim Land Niedersachsen verbleiben solle. Eine Klage der Landkreise Vechta und Cloppenburg sowie einiger Regionalpolitiker vor dem Bundesverfassungsgericht wurde am 1. August 1978 abgewiesen. Weder die Kreise noch die Politiker seien befugt, "etwaige Rechte des ehemaligen Landes Oldenburg gegen den Bund gerichtlich geltend zu machen".
Oldenburg, am Ende?
So enden Träume, so verschwammen physische Grenzen, die längst nicht mehr existierten, wieder im Reich der Phantasie. So verblasste ein Land.
War es das nun mit Oldenburg? Die Stadt selbst durfte noch eine Zeit lang das Gefühl haben, wenigstens ein bisschen Hauptstadt zu sein. Bis 1978 saß der Präsident des Verwaltungsbezirks samt Apparat in den ehemaligen Regierungsgebäuden des Großherzogtums, bis zu ihrer Auflösung 2005 residierte dort die Bezirksregierung Weser-Ems. Einige waren über deren Ende traurig, hielten Oldenburgs Zukunft mit dem Verlust der Mittelbehörde damit für vergangen. Seitdem bleiben nur noch die evangelische Landeskirche, die IHK und Handwerkskammer und das Bischöflich Münstersche Offizialat als weltweit einmaliges katholisches Kuriosum, die noch so unverändert oldenburgisch sind, wie sie es – fast mag man sagen – immer schon waren. Nicht zu vergessen die Oldenburgische Landschaft, die qua Gesetz verpflichtet ist, an der „Pflege und Förderung der historischen und kulturellen Belange des ehemaligen Landes Oldenburg“ mitzuwirken, die also das blau-rote Fähnlein weiter unermüdlich schwenkt.
Blau-rot ist auch der Schriftzug des Niedersachsen-Parks bei Neuenkirchen, der das Niedersachsen-Bewusstsein tief ins Süd-Oldenburgische – zumindest auf eine Verkehrsinsel dort – trägt und zugleich einen kleinen Rest des verblichenen Landes ins Heute kehrt.
Dieser Text erschien zuerst in "Einblicke. Magazin zu Föderalismus und Bundesrat" (2/2009), der Zeitschrift des Deutschen Bundesrats. Für den Oldenburger Lokalteil wurde er überarbeitet und ergänzt.
Ausflugstip: Wer selbst auf Grenzsteinsuche gehen will, fährt auf der A 29 bis Neuenkirchen-Vörden und biegt nach der Ausfahrt rechts ab und folgt der L 76/Am Stickteich, die nach der Kreuzung mit der K 277/Alfhausener Straße in die L 107/Bieste-Hastruper Damm übergeht. Nach einigen hundert Metern taucht links die Gaststätte "Zur Horneburg" auf. Von da an gezählt, erscheint der erste Grenzstein nach dem zweiten Haus auf der rechten Seite direkt an der Straße. Weitere Grenzsteine finden sich an den Feldrändern, z.B. wenn man nach dem ersten Grenzstein die L 107 noch ein Stück weiter in richtung bersenbrück fährt und bei der ersten Gelegenheit rechts abbiegt und dann sofort wieder links auf den von Bäumen bestandenen Gehrder Weg. Auf der rechten Straßenseite steht nach einigen hundert Metern der oben beschrieben Stein, der unter einer Eiche hervorlugt. Fast sichere Standorte sind auch die Stellen, an denen Schilder die Landkreisgrenzen markieren. Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke: Die oben beschrieben Gaststätte "Zur Horneburg" an der L 107 oder das Café Alte Molkerei in Neuenkirchen, Holdorfer Straße 4.
23:33
Nur der Vollständigkeit halber ;)
Von der Gaststätte Horneburg aus befindet sich der erste Grenzstein auf der Hofstelle Rump/Ecke Gausekuhlen Straute (erstes Haus rechte Seite) in dem kleinen Wäldchen, hinter der Holzbank, am Rand zur Strasse.
09:20
Falls die Aufzählung tatsächlich nur als “pars pro toto” gemeint gewesen sein sollte, wäre die gewählte Formulierung “seitdem bleiben nur noch” zumindest mißverständlich. Bei der Gelegenheit: die Auflösung der Bezirksregierung erfolgte zum 31.12.2004 und damit genau genommen auch nicht wie im Artikel angeführt “2005″.
12:31
Ja, schon klar, Apinun. Nehmen Sie die Aufzählung als pars pro toto. “… mit ein wenig Recherche…”, ts, ts, ts.
12:29
Interessant! Sogar dann, wenn man große Teile der Geschichte schon kannte…
09:11
Tatsächlich “bleibt” dann doch noch ein bißchen mehr, wie man mit ein wenig Recherche auch ohne weiteres herausgefunden hätte. Nach wie vor orientieren sich die Grenzen verschiedenster Organisationen, Behörden und Verbände an den Grenzen des Landes Oldenburg. Das beginnt beim CDU-Landesverband Oldenburg über den Landesverband Oldenburg des Deutschen Roten Kreuzes und die Strukturkonferenz “Das Oldenburger Land” und das Landgericht Oldenburg bis hin zur Deutschen Rentenversicherung.